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Radio Hamburg

Worauf Mücken abfliegen

Deswegen werde immer ICH gestochen

Hamburg, 20.08.2015
Mücke, Mückenstich

Weibliche Mücken brauchen unser Blut zur Produktion von Eiern, um ihren Nachwuchs zu sichern.

Es war schon immer so ein Gefühl: Ich werde generell öfter gestochen als mein Freund. Jetzt weiß ich endlich warum!

Immer wenn wir in einem Zimmer sind und eine Mücke sich ein Opfer sucht, bin ich es, die gestochen wird - nicht er. Und diese Situation gibt es häufig.

Bin ich ein natürliches Anti-Mückenmittel?

Es scheint mir manchmal so, als wäre ich eine natürliche Mückenabfangstation. Wenn man mit Freunden oder Familie im Sommer abends gemütlich auf Terrasse oder Balkon sitzt, bin ich für Blutsauger scheinbar die Nummer Eins. Während keiner am nächsten Morgen über die Stiche der lästigen Insekten klagt, habe ich gleich fünf juckende Stellen.

Dann sprechen viele vom "süßen Blut", das ich angeblich hätte. So nett sich das auch anhört: In Anbetracht der Konsequenzen könnte ich darauf auch gut verzichten.

Gene entscheiden über Mückenstichrisiko

Forscher haben aber jetzt eine andere Theorie bewiesen. Demnach wird das Risiko für Mückenstiche von den eigenen Genen mitbestimmt. Diese beeinflussen den Körpergeruch so, dass manche Menschen attraktivere Opfer darstellen als andere. Dass der Körpergeruch das Mückenstichrisiko beeinflusst, sei hingegen bereits gezeigt. Bestimmte Bestandteile des Körpergeruchs seien dabei entscheidend. Allerdings sei der zugrundeliegende Mechanismus bisher unklar.

Testparcours für Mücken

Um ihn aufzuspüren, nutzen die Forscher einen speziellen Testparcour: Sie ließen Tigermücken (Aedes aegypti) in einem Flugkanal fliegen, der sich nach einer kurzen Strecke wie ein Y in zwei Wege aufspaltete. Die Mücken konnten sich je nach bevorzugtem Geruch für einen der beiden Kanäle entscheiden. Am oberen Ende der Kanäle steckte jeweils die Hand einer Versuchsperson. Teilnehmer waren 18 eineiige - also genetisch weitgehend identische - und 19 zweieiige weibliche Zwillingspaare, deren Erbgut sich wie das anderer Geschwister erheblich unterscheidet.

Bessere Abwehrmittel

Anhand dieses Tests konnten die Forscher feststellen, dass die Beliebtheit der eineiigen Zwillinge bei den Mücken sehr ähnlich war. Die zweieiigen Zwillinge waren hingegen unterschiedlich stark begehrt. Dies weise darauf hin, dass die Gene das Mückenstich-Risiko beeinflussen, schreiben die Forscher im Fachblatt "PLOS ONE". Die Erblichkeit sei in etwa so stark ausgeprägt wie bei Körpergröße und Intelligenz. Nun sollen in weiteren Untersuchungen die entscheidenden Gene gefunden und die Steuermechanismen dafür identifiziert werden. Dadurch können bessere Abwehrmöglichkeiten entwickelt werden und gleichzeitig ein besserer Schutz vor Krankheiten, die die Insekten übertragen gewährt werden.

Hättet Ihr's gewusst?

Interessante und kuriose Fakten über Mücken

  • Mücken existieren seit über 170 Millionen Jahren.

  • Heute gibt es rund 2.700 verschiedene Mücken-Arten.

  • Wenn Mücken genug Blut gesaugt haben, unterbricht ein chemisches Signal den Saugreflex. Wird dieser Reflex künstlich unterdrückt, platzen sie. 

  • Mücken sind ziemlich langsam. Im Schnitt sind sie nicht schneller als 2,5 Kilometer pro Stunde.

  • Mücken können kein HIV übertragen. Bei einer Blutmahlzeit nehmen die Tiere nur sehr wenige Viren auf, die alle im Verdauungstrakt des Moskitos sterben.

  • Um das Blut eines Menschen komplett leer zu saugen, müssten 1,2 Millionen Mücken einmal zustechen.

  • So gut wie alle Mücken-Arten finden ihre Opfer anhand des Kohlendioxid in der ausgeatmeten Luft.

Ich fänds jedenfalls super, wenn es endlich wirklich absolut wirksame Mittel gegen die sirrenden Biester gäbe. Wenn man dann nachts dieses haarsträubende "ssssssss…" hört, könnte man sich mit dieser chemischen Tarnkappe beruhigt umdrehen und weiterschlafen. Der Versuch sich trotz Hitze komplett unter der Decke zu verschanzen, um dem Blutsaugerangriff zu entgehen, wäre dann überflüssig. Gebracht hat das ja meist sowieso nichts. 

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