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Radio Hamburg

Stiftung Warentest

Krebserzeugende Stoffe in Plüschtieren gefunden

Hamburg, 27.11.2015
Stiftung Warentest Gebäude

In dem Test von Stiftung Warentest haben nur 8 von 30 Plüschtieren überzeugen können. 

Sie zerreißen schnell oder enthalten krebserzeugende Substanzen. Stiftung Warentest hat 30 Plüschtiere getestet. Nur acht haben bestanden. 

Zu Weihnachten bekommen viele Kinder nicht nur Spielzeug von Lego oder Playmobil, sondern auch zahlreiche Plüschtiere. Doch genau die sind schädlich, wie Stiftung Warentest jetzt geprüft hat. 

8 von 30 Plüschtieren empfehlenswert

Es wird geknuddelt, geschmust, gespielt und geküsst - fast jedes Kind hat ein Lieblingsplüschtier, nimmt es überall mit hin und sieht es eigentlich schon als einen Freund. Sie sind immer da, haben immer ein Ohr offen für bunte Geschichten und sind gleichzeitig Seelsorger und Tröster. Doch wie Stiftung Warentest nun bekanntgibt, sind von den vielen Plüschtieren nur wenige wirklich zum Kuscheln. Der Test hat ergeben: Nur 8 Plüschtiere von insgesamt 30 getesteten sind empfehlenswert. Für Eltern ein erschreckendes Ergebnis. Nähte reißen zu schnell auf oder die Katzen, Teddys und Dinos enthalten gefährlich Schadstoffe. In einigen Kuscheltieren befanden sich sogar Spuren von PAK, krebserzeugende polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe. 

Diese Plüschtiere haben versagt

Kuscheltiere müssen so einiges über sich ergehen lassen. Doch viele hielten dem Belastungstest nicht stand - es wurde gezerrt, gedrückt und bis zum Umfallen umhergetragen. Im Test versagten drei Produkte den Zugkräften des Prüfgeräts: Drache Kuno von Käthe Kruse, Pegasus Cerise von Karstadt und Hoppi Schlenker-Hase von Steiff. Während der Belastungsprüfung sind ihre Arme, Ohren und Füße aufgerissen, sodass Kinder die Füllung hätten herausnehmen und verschlucken können. Während der Steiff-Hase nur in der Belastungsprüfung versagt, weisen die anderen beiden Plüschtiere auch noch gefährliche Schadstoffe auf. Weitere 19 Kuscheltiere sind ebenfalls mit gefährlichen Substanzen belastet. Während man bei der Belastung den Schaden noch sehen kann, sind diese Substanzen weder zu sehen, noch zu riechen. Der Felsenpunguin von Kösen enthält in den Füßen Formaldehyd, eine krebserzeugende Substanz. In den Flügeln vom Drachen Kuno fanden die Tester Kunststofffolie, die mit Diethylhexylphtalat (DEHOP) belastet war. In der Nase des Tedi-Teddybären wurde wiederum Diisobutylphtalat (DIBP) gefunden. Beide Substanzen können die Fortpflanzungsfähigkeit gefährden. 

Krebserzeugender Stoff PAK

Erschreckend ist vor allem, dass mehr als 60 Prozent der getesteten Plüschtiere mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) oder mit PAK Naphthalin - früher in Mottenkugeln verwendet - belastet waren. Durch verunreinigte Weichmacheröle oder Farbstoffeinmischungen gelangt diese Substanz in die Kuscheltiere. Die Substanz soll krebserzeugend sein. Wegwaschen kann man PAK übrigens nicht. Jedes Plüschtier wurde 30 Minuten lang bei 30 Grad gewaschen. Eine Besserung trat nicht ein. Bei PAK besteht keine akute Krankheitsgefahr, sondern belastet langfristig den Organismus. Die Stoffe können bereits durch Berührung aufgenommen werden. Viele der getesteten Spielzeuge enthielten mehr als 0,5 Milligramm - ein Grenzwert, der von der EU festgelegt wurde. 

Auf das Prüfsiegel achten

Projektleiterin Renate Ehrnsperger empfiehlt Eltern, dass sie beim Kauf besonders auf die Verarbeitung der Plüschtiere und deren Geruch achten sollten. Das Ziehen an Nähten, Etiketten und Knopfaugen ist ebenfalls zu empfehlen. Für Kleinkinder sind generell Kuscheltiere geeignet, die eher kurzes "Fell" haben, da langflorige Tiere stärker haaren. Außerdem rät Ehrnsperger dazu, die Plüschtiere vor dem Gebrauch zu waschen und auf Prüfsiegel zu achten. So haben Prüfinstitute wie das GS-Zeichen oder der TÜV meist höhere Anforderungen als das CE-Zeichen. Dieses ist zwar Pflicht an allen Plüschtieren, bietet jedoch keine Sicherheit.

Diese Plüschtiere sind unbedenklich

  • Schlenkertier Hase von Senger Tiergruppen (sehr gut)
  • Smiki Hund von Spiele Max (gut)
  • Bob der Bär (Affenbaby) von Galeria Kaufhof (gut)
  • Lamm mit Tutu von Kik (gut)
  • Katze Sweety von Sigikid (gut)
  • Mein Bio Kuschelbär von Oetinger Natur (gut)
  • Die Sendung mit dem Elefanten (Elefant) von Schmidt Spiele (gut)
  • Janosch Tigerente von Heunec (befriedigend)

(pgo) 

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