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Radio Hamburg

Wort des Jahres

Das Wort des Jahres 2016 ist „postfaktisch“

Wiesbaden, 09.12.2016
Buchstabensuppe

Der Begriff "postfaktisch" ist zum Wort des Jahres 2016 gekürt worden. Das gab die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) am Freitag (09.12.) in Wiesbaden bekannt.

Wie die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) am Freitag (09.12.) bekannt gab, ist "postfaktisch" das Wort des Jahres 2016. In politischen und gesellschaftlichen Diskussionen geht es immer weniger um Fakten und immer mehr um Emotionen. Deshalb stehe das Wort für einen tiefgreifenden politischen Wandel.

Bereitschaft Lügen zu akzeptieren steigt

Laut dem Vorsitzenden der Gesellschaft, Professor Peter Schlobinski, sei die Entscheidung der Jury einstimmig ausgefallen. Immer größere Bevölkerungsschichten seien dazu bereit, aus Widerwillen gegen "die da oben", Tatsachen zu ignorieren und sogar offensichtliche Lügen zu akzeptieren.

Wort des Jahres seit 1971

Zum ersten Mal wurde das Wort des Jahres 1971 von der Gesellschaft gewählt, seit 1977 wählt eine Jury das Wort jedes Jahr aus tausenden Vorschlägen aus. Dabei geht es um Wörter und Wendungen, die das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben sprachlich besonders bestimmt haben. Im Jahr 2015 wurde das Wort "Flüchtlinge" ausgewählt. Vor kurzem wurde die englische Übersetzung "post-truth" zum "International Word of the Year" gewählt.

Diese Wörter standen 2016 zur Auswahl

  • Platz 2: Brexit

  • Platz 3: Silvesternacht

  • Platz 4: Schmähkritik

  • Platz 5: Trump-Effekt

  • Platz 6: Social Bots

  • Platz 7: Schlechtes Blut

  • Platz 8: Gruselclown

  • Platz 9: Burkiniverbot

  • Platz 10: Oh, wie schön ist Panama

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