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Radio Hamburg

Drohende Mückenplage

Unsere Tipps bei Mückenstichen

Hamburg, 02.06.2016
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Bei einem Mückenstich kann auch Cortison-Gel helfen.

Nach den schweren Unwettern mit viel Regen ist in den kommenden Wochen in Deutschland mit besonders vielen Mücken zu rechnen. 

Sie jucken, schwellen an oder hinterlassen Narben, kurz um: Mückenstiche nerven! Besonders zur Sommerzeit wagen sich immer mehr Hamburger ins Freie – die Dauerregenzeit ruht und kalte Temperaturen sind auch Vergangenheit. Da kommt die kurze Kleidung wie gerufen für einen entspannenden Tag an der Alster, Elbe, am Hafen oder im Stadtpark. Für Mücken ist dies die perfekte Gelegenheit, um ihr Insektengift an die Menschen zu verteilen.

Stehende Gewässer sind perfekte Brutstätte

Nach den schweren Unwettern mit viel Regen ist in den kommenden Wochen in Deutschland mit besonders vielen Mücken zu rechnen. Darauf hat am Dienstag (31.05) die Deutsche Wildtier Stiftung in Hamburg hingewiesen. "Überflutete Wiesen und Äcker sowie große Pfützen sind perfekte Brutstätten für Mücken", sagte eine Sprecherin der Stiftung. "In kurzen Abständen legt eine einzige Mücke jetzt zwischen 80 und 200 Eier in stehende Gewässer; nach einem zweiwöchigen Larvenstadium schlüpft die nächste Generation." Bei höheren Temperaturen nach dem Regen wirke die Wärme zusätzlich wie ein Brutbeschleuniger. Nur die weiblichen Mücken stechen; sie brauchen das Blut für ihre Brut.

Stich setzt Histamin frei

Sticht eine Mücke zu, spritzt sie ihren Speichel unter die Haut in die Wunde, damit das Blut flüssig bleibt. Somit verstopft der Saugrüssel der Insekten nicht, während sie das Blut saugen. Durch das Insektengift wird in der Haut Histamin freigesetzt, da dort körperfremde Proteine enthalten sind, die sofort zu einer allergischen Reaktion führen. Jedoch verursacht diese Reaktion nicht das Jucken, sondern die Schwellung und die Rötung.

Bei ausweitenden Schwellungen, Schmerzen und starken Rötungen kann der Grund eine Infektion sein. Befindet sich an der Einstichstelle Eiter und ist sie gerötet sollte ein Arzt aufgesucht werden, wenn sich die Symptome nicht verbessern. In Deutschland ist solch eine Reaktion auf einen Mückenstich jedoch eher untypisch.

Vorsorge ist besser als Nachsorge!

Am besten ist es natürlich, wenn man gar nicht erst gestochen wird. Dabei ist es gar nicht so schwierig den lästigen Mückenstichen zu entgehen.

1. Es wurde wissenschaftlich nachgewiesen, dass Mücken ebenfalls auf den Atem eines Menschen regaieren. Wer also Reis gegessen hat, schüttet über seinen Atem mehr Dyoxid aus, was die Mücken anzieht. Kohl hält die Mücken dagegen fern.

2. Regentonnen sind der perfekte Platz für Mücken, um sich fortzupflanzen. Damit Eure Regentonne sicher vor ungewünschten Gästen bleibt, könnt Ihr die nervenden Stechbiester mit dem Wirkstoff Bacillus thuringensis isrealensis bekämpfen. Das biologische Mittel ist in flüssiger und fester Form in Baumärkten und Fachhändlern verfügbar. Das Mittel schadet Euch oder Euren Haustieren nicht, da es speziell auf Mücken abgestimmt wurde.

3. Da die Europäischen Mücken einen besonders langen Saugrüssel haben, können sie sogar durch die Kleidung stechen. Wichtig ist hierbei: Wenn Ihr Insektenspray zum Schutz vor Mückenstichen verwendet, solltet Ihr darauf achten, dass Ihr auch die Kleidung mit dem Spray einsprüht. Es hilft nichts den Körper mit Insektenspray zu besprühen und sich danach seine Kleidung überzuziehen, weil die Kleidung immer noch den eigenen Körpergeruch trägt. 

4. Wer sich auch abends noch draußen aufhält, sollte sich, bevor er ins Freie geht, duschen gehen. Grund dafür sind Gerüche wie Schweiß, die die Mücken anlocken. Zudem gibt es auch einige Düfte, die die Stechmücken nicht leiden können. Ratsam sind beispielsweise Zitronen, die mit vielen Nelken bestückt sind, da Mücken den Geruch als unangenehm empfinden. Auch Duftstoffe wie Zitrus, Teebaum und Bergamotte meiden die Stechmücken. Süße Gerüche, wie Parfums und Seifen wirken hingegen anziehend.

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Erste Hilfe gegen Mückenstiche

Mit unseren Tipps, könnt Ihr euch aber auch schnell bei Mückenstichen Abhilfe leisten. 
 
1. Bemerkt man den Mückenstich sofort oder nach kurzer Zeit kann Hitze gegen den Juckreiz helfen. Dazu kann man eine Tasse mit Wasser bis zu 60 Grad befüllen und den Tassenboden oder die Tassenwände an die Einstichstelle halten. Handlicher ist eine Münze, die auf die gleiche Temperatur erhitzt und auf die Wunde gelegt wird. Die Hitze sorgt dafür, dass einige Enzyme, die den Juckreiz auslösen, vernichtet werden.
2. Längerfristig sollte die betroffene Stelle gekühlt werden. Ruhigstellen und der Mückenstich ist schnell wieder verschwunden.
3. Besonders wichtig: Kratzen vermeiden! Dadurch können nämlich Bakterien in die Wunde gelangen und der verteilte Speichel sorgt für weiteren Juckreiz.
4. Die Wunde mit Desinfektionsmittel und Pflaster frei von Bakterien halten, damit sich die Einstichstelle nicht entzündet.
5. Als Unterstützung kann man auf Antihistaminika zugreifen – beispielsweise als Gel, da dies mehr Wasser enthält als Cremes und Salben. Cortison wirkt stärker und sollte nicht permanent angewendet werden.

(san/pgo/dpa/mgä)

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