Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Planet gut am Himmel zu sehen

Fernglas rausholen: So nah kommt uns Jupiter

Hamburg, 06.04.2017
Jupiter

In den nächsten Nächten sehr Ihr Jupiter am Himmel besonders gut.

Ihr wollt den Planeten Jupiter sehen? In den kommenden Nächten habt Ihr dazu gute Gelegenheit. Der Planet ist besonders nah.

Ein Blick in den Himmel lohnt sich momentan besonders. Am Nachthimmel lässt sich ein Planetengigan gut beobachten: Der Gasriese Jupiter beherrscht mit seinem Glanz den Nachthimmel. Er ist das hellste Gestirn bis am Morgenhimmel Venus im Osten erscheint. Am Freitag (07.04.) steht Jupiter im Sternbild Jungfrau der Sonne genau gegenüber - der Fachmann spricht von Opposition. Zudem ist der Planet dieser Tage der Erde besonders nah: Bis auf 666 Millionen Kilometer nähert er sich uns.

Eine besondere Konstellation ergibt sich zudem kommende Woche: Am Dienstag (11. April) wird der Jupiter in der Nähe des Vollmonds zu sehen sein und dann auch besinders klar und gut.

Das passiert am Himmel

Am Freitagabend erscheint der Riesenplanet zunächst als auffällig heller Lichtpunkt im Südosten. Um Mitternacht erreicht er über dem Südhorizont seine höchste Position und geht morgens zu Tagesanbruch im Südwesten unter. Mit dem Fernglas lassen sich sogar die größten Monde des Jupiter - Io, Europa, Ganymed und Callisto - erspähen.

Good to know - Wissenwertes über Jupiter

Jupiter ist rund zwölf Jahre unterwegs, um einmal die Sonne zu umrunden. Er ist der größte und massereichste Planet unseres Sonnensystems. 318 Mal schwerer als die Erde ist er und übertrifft mit 142 800 Kilometer Äquatordurchmesser den Erddurchmesser um das Elffache. Rund 1300 Erdkugeln hätten im riesigen Gasleib des Jupiterglobus Platz.  Der Planet dreht sich sehr schnell um seine Achse. Ein Jupitertag dauert nur knapp zehn Stunden. Wegen seiner raschen Rotation ist der Riesenplanet stark abgeplattet. In der dichten Atmosphäre, die hauptsächlich aus Wasserstoff und Helium besteht, sind parallele Wolkenstreifen und Bänder zu erkennen: Der Anblick von Jupiter in einem Teleskop erinnert an ein bemaltes Osterei.

Jupiter

Auch Methan, Ammoniak und sonstige Kohlenwasserstoffe wurden in der Jupiterluft nachgewiesen, ebenfalls Phosphin, was den berühmten Knoblauchduft bewirkt. Auf dem Planeten tobt seit Jahrhunderten ein gewaltiger Sturm. Der als "Großer Roter Fleck" bekannte Sturmwirbel ist auf Aufnahmen der Planetenoberfläche deutlich zu sehen. Zudem wurde ein deutlich kleinerer und jüngerer Sturm ausgemacht: der "Rote Fleck Junior".

(dpa/aba)