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Radio Hamburg

Haspa macht's vor

So sieht die Filiale der Zukunft aus

Hamburg, 24.02.2017
Filiale der Zukunft, Haspa

Die Filiale der Zukunft. Darunter stellt man sich eigentlich Roboter und spacige Einrichtungen vor, aber da beweist die Haspa etwas anderes. 

In einer Lagerhalle auf einem Gutshof vor den Toren Hamburgs hat die Hamburger Sparkasse eine komplette Filiale aufgebaut, mit Schaltern, Geldautomaten und Besprechungsräumen. Doch diese Filiale sieht ganz anders aus als das, was die 1,5 Millionen Haspa-Kunden im Großraum Hamburg gewohnt sind. In der Mitte steht ein großer Tisch mit Zeitungen und iPads. Hier kann man lesen, surfen oder aber sich für Gespräche treffen, daneben eine Kaffeetheke. In den Beratungsräumen findet sich auch mal ein gemütliches Sofa. Oder ein Touchscreen, auf dem sich externe Berater zuschalten lassen. An einer Pinnwand sind Veranstaltungstipps und Kleinanzeigen veröffentlicht.

Wohlfühlen in der Filiale

"Wir möchten Menschen animieren, in unsere Filialen zu kommen, auch wenn sie gerade keine Geldgeschäfte brauchen", sagte Vorstandssprecher Harald Vogelsang am Donnerstag bei der Präsentation des neuen Filialkonzepts. "Fast alles lässt sich heute mit dem Smartphone erledigen, der Haspa-Filiale in der Hosentasche. Deshalb haben viele Kunden keinen Grund mehr, in die Filialen zu kommen. Den wollen wir wieder schaffen."  30 Millionen Euro nimmt die Haspa in die Hand, um ihr gesamtes Netz von mehr als 140 Filialen in den kommenden drei Jahren auf das neue Konzept umzustellen. Im Juli geht es los mit den ersten vier Pilotprojekten. "Unser Netz wird in den kommenden Jahren leicht schrumpfen, es wird aber immer das größte in Hamburg bleiben", sagte der Vorstandssprecher. Der nächstgrößere Konkurrent, die Commerzbank, hat in Hamburg ungefähr ein Drittel der Haspa-Filialen.

 

Haspa weiter auf Erfolgskurs?

Die neu gestalteten Räumlichkeiten sind nur ein Teil der Investitionsoffensive, mit der die Haspa ihre Position als das führende Kreditinstitut im Großraum Hamburg festigen will. Allein in die Erneuerung ihrer Informationstechnik und die Entwicklung neuer Online-Angebote und -Services wird die Haspa in den kommenden drei Jahren weitere 170 Millionen Euro investieren. Im vergangenen Jahr hat die Haspa trotz der aktuellen Nullzinsphase ihren Gewinn stabilisiert. Wie im Vorjahr konnte sie ein Jahresergebnis von 80 Millionen Euro ausweisen. Ein ähnlicher Gewinn sei auch im laufenden Jahr zu erwarten, sagte Vogelsang. "Das ist angesichts der Niedrigzinsen und des hohen regulatorischen Aufwands ein solides Ergebnis." Insgesamt baute die Haspa ihre Marktführerschaft in der Metropolregion aus, gewann netto 15 000 neue Kunden und steigerte die Bilanzsumme um zwei Prozent auf 43,5 Milliarden Euro.