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Radio Hamburg

Eltern, lest euren Kindern vor!

Ergebnisse der Vorlesestudie 2017

Hamburg, 25.10.2017
Buch

Erschreckendes Ergebnis bei der Vorlesestudie 2017- Immer weniger Eltern lesen ihren Kindern regelmäßig vor

Viele Eltern unterschätzen die Notwendigkeit des Vorlesens für ihre kleinen Kinder.
Doch was genau ist so wichtig daran?

Die Ergebnisse der Vorlesestudie 2017 von Stiftung Lesen, DIE ZEIT und Deutsche Bahn Stiftung sind da. Zum ersten Mal wurde das Vorlesen von Eltern an ihre Kinder im Alter von drei Monaten bis drei Jahren analysiert. Dabei kam heraus, dass über die Hälfte der Eltern keinen großen Wert darauf legt, ihren Kleinkindern im ersten Lebensjahr häufig vorzulesen.

Etwa ein Drittel tut dies sogar in den ersten drei Jahren nicht! Das Vorlesen hat einen großen Einfluss auf die spätere Entwicklung der Sprösslinge, sowohl auf die menschliche, als auch auf die intellektuelle bezogen. Also was hindert euch Eltern daran? Das kann verschiedene Gründe haben. Manche Eltern haben wahrscheinlich einfach keine Zeit, manche vielleicht schlicht und einfach keine Lust. Ich denke dennoch, die Hauptursache liegt in etwas Anderem: Die richtige Buchauswahl.

Wenn man keine Ahnung hat, was man seinen Kindern vorlesen soll, dann hält einen diese Ratlosigkeit vermutlich ganz davon ab. Das ist so schade, da die Lesekompetenz von Kindern später mehr Erfolg in der Schule, und somit auch im späteren Berufsleben, verspricht und sich Kinder, denen seltener vorgelesen wird, oftmals das Gegenteil wünschen. 9 von 10 Kindern lieben das Vorlesen, es beruhigt sie.

Je früher, desto besser

Mit dem Vorlesen kann man gar nicht früh genug anfangen. Im Optimalfall macht man es zu einem festen Tagesbestandteil der Kinder, beispielsweise jeden Abend vor dem Schlafengehen 20 Minuten. Wenn einem dies aus bestimmten Gründen nicht möglich ist, dann eben einfach immer wieder zwischendurch, so oft es nur geht. Die Kinder müssen sich weder dermaßen konzentrieren, noch überhaupt schon reden können! Vorlesen geht immer. Der Umgang mit der deutschen Sprache wird durch das Lesen sogar erheblich verbessert und die Kinder erweitern ihren jungen Wortschatz in großem Maße.

Auch hören viele Eltern deutlich zu früh wieder auf mit dem Vorlesen. Sie besitzen eine gewisse Vorbildfunktion für ihre Kinder und mit regelmäßigem Vorlesen zeigen sie ihnen, wie wichtig es für uns alle ist. Die Freude am Lesen und an Büchern allgemein muss den Kleinen beigebracht werden, das ist nicht angeboren, liebe Eltern. Wenn ihr es nicht für nötig haltet, ihnen im jungen Alter vorzulesen, braucht ihr euch gar nicht erst zu wundern, wenn ihr sie im Teenageralter regelrecht zwingen müsst, ein Buch zu lesen. Hoffnungslos. Und ein Verlust unserer Gesellschaft.

Mehr zum Teenageralter…

Nicht nur bei kleinen Kindern ist der Lesemangel ein Problem, sondern auch bei Jugendlichen. Es gibt zahlreiche Institutionen, wie beispielsweise die Börse Des Deutschen Buchhandels, die versuchen, das Lesen von Jugendlichen zu fördern. Jedes Jahr veranstalten sie für alle 6. Klassen einen nationalen Vorlesewettbewerb, der mehr SchülerInnen zum Lesen anregen soll. Immer weniger Jugendliche lesen noch etwas, abgesehen von Klatschblättern- die Harry Potter Phase ist vorbei, oder welche Trends es sonst noch gab. Ein Grund hierfür ist selbstverständlich der Zeitmangel heutzutage, viele Teenager kommen einfach nicht zum Lesen bei ihren vollgestopften und restlos durchorganisierten Wochentagen. Versucht doch, wenigstens am Wochenende oder zumindest in den Ferien mal zu schmökern, später werdet ihr dankbar dafür sein! Im 21. Jahrhundert gibt es Bücher zu allen denkbaren Themen, sucht euch das aus, was euch interessiert, aber lest irgendetwas! Am Anfang braucht ihr vielleicht etwas Überwindung und Motivation, um ein Buch anzufangen, besonders wenn es viele Seiten hat, aber wenn ihr erst einmal drin seid, dann könnt ihr nicht mehr aufhören! Nicht lange drüber nachdenken, einfach mal in die Phantasiewelt stürzen und gucken, was passiert.

Auf mich persönlich hat das Lesen von Büchern immer eine wahnsinnig beruhigende und inspirierende Wirkung. Man kann einfach mal abschalten und dem stressigen Alltag mit den vielen Möglichkeiten, die wir heute haben, für eine
gewisse Zeit entkommen.

Top Bestseller Kinder- und Jugendbücher Oktober 2017

Ich möchte euch helfen und habe eine Buchliste mit den Top 5 Bestsellern der Kinder- und Jugendbücher im Moment zusammengestellt und hoffe, damit mehr Eltern, bzw. Jugendliche selbst, zum Vorlesen inspirieren zu können. In die nächste Buchhandlung und los, es ist ganz einfach.

Top 5

Kinder- und Jugendbücher

  • Top 5 : „Gregs Tagebuch“ von Jeff Kinney; ab 14. November gibt es den 12. Band zu kaufen, ein sehr unterhaltsames und unglaubliches witziges Buch, für alle Altersklassen

  • Top 4 : „ Die drei !!!“ von Maja von Vogel, Mira Sol und Henriette Wich; ca. 8-16 Jahre, für eine Detektivserie mit zahlreichen Teilen, drei junge Detektivinnen, nicht zu verwechseln mit den drei ???, die spannende Fälle aufklären

  • Top 3 : „ Die Schule der magischen Tiere“ von Margit Auer; für die kleineren Leser, sehr schönes Kinderbuch

  • Top 2:  „Wolkenschloss“ von Kerstin Gier; seit 5. Oktober im Handel, eine sehr phantasievolle Geschichte mit viel Vorstellungskraft, für Jugendliche

  • Top 1 : Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ und „Eine wie Alaska“, beide von John Green; für Jugendliche! Nicht ganz neu erschienen, aber bis heute Bestseller in der Wert der Jugendbücher, überzeugt euch selber, muss man gelesen haben! Meine Lieblingsbücher…

(jma)