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Radio Hamburg

Korruption in Ägypten

Mubarak muss vor Gericht

Die Anklage: Korruption, Verschwendung öffentlicher Gelder und persönlicher Bereicherung.

Kairo - Der des Machtmissbrauchs beschuldigte frühere ägyptische Präsident Husni Mubarak soll nach Medienberichten Anfang nächster Woche vor Gericht erscheinen. Wie der arabische Nachrichtensender Al-Dschasira am Mittwochabend (13.04.2011) unter Berufung auf das ägyptische Staatsfernsehen berichtete, sollen Mubarak und seine Söhne Gamal und Alaa kommenden Dienstag (19.04.2011) vor einem Kairoer Gericht befragt werden.
Nach Mitteilung der Generalstaatsanwaltschaft werde wegen Korruption, Verschwendung öffentlicher Gelder und persönlicher Bereicherung ermittelt, hieß es. Mubarak wird außerdem verdächtigt, die Schlägertrupps losgeschickt zu haben, die im Januar und Februar auf dem Tahrir-Platz in Kairo Demonstranten getötet hatten.

Korruptions-Vorwürfe gegen die komplette Mubarak-Familie

Zwei Monate nach seiner Entmachtung war gegen den Ex-Präsidenten und seine Söhne Untersuchungshaft angeordnet worden. Während der 82-jährige Mubarak wegen seines schlechten Gesundheitszustandes in einem Krankenhaus von Ermittlern befragt werden musste, wurden seine beiden Söhne in das Tora-Gefängnis in der Nähe von Kairo gebracht, in dem bereits mehrere Ex-Minister auf ihre Gerichtsverfahren warten. Gegen ihre Mutter, Suzanne Mubarak, sei inzwischen ein Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit Korruption in der Bibliothek von Alexandria eröffnet worden, verlautete aus Justizkreisen.