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Radio Hamburg

Ukraine

Kein Verständnis für EM-Boykott

Berlin, 30.04.2012
Julia Timoschenko

Kämpft gegen menschenunwürdige Behandlung: Julia Timoschenko.

Der angestrebte EM-Boykott der Bundesregierung schlägt hohe Wellen. Nun gibt es erste Reaktionen aus dem Gastgeberland.

Immer mehr deutsche Politiker hatten sich gegen einen Besuch der Fußball Europameisterschaft in der Ukraine ausgesprochen, um damit gegen die schlechte ärztliche Behandlung der inhaftierten Ex-Premierministerin Julia Timoschenko zu demonstrieren.

Ukraine reagiert mit Unverständnis

Nun reagiert der Ausrichter der Europameisterschaft mit Unverständnis auf die Vorwürfe. Außenamtssprecher Oleg Woloschin kritisierte den angestrebten Protest und hofft, dass es sich hierbei nur um eine „Zeitungsente“ handle. „Man will gar nicht daran denken, dass die Staatsmänner Deutschlands fähig sind, die Methoden der Zeiten des Kalten Krieges wiederzubeleben und zu versuchen, den Sport zu einer Geisel der Politik zu machen“, sagte er nach Angaben örtlicher Medien.

Timoschenko seit zehn Tagen im Hungerstreik

Bereits in der vergangenen Woche hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel erwägt, ihren Ministern das Fernbleiben bei der Europameisterschaft zu empfehlen, sollte Timoschenko keine angemessene medizinische Behandlung erhalten. An Timoschenkos Haftort in Charkow wies die Staatsanwaltschaft schwere Beschuldigungen der Politikerin zurück, sie sei bei einem erzwungenen Transport in eine Klinik vor einer Woche geschlagen worden. Keiner der Ärzte oder Krankenpfleger habe dies bei einer Befragung bestätigt, sagte ein Justizsprecher dem Fernsehsender 5 Kanal. Timoschenko befindet sich nach eigenen Angaben seit dem 20. April im Hungerstreik.

(mst/dpa)