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Radio Hamburg

Wulffs Nachfolger

Gauck soll Bundespräsident werden

Joachim Gauck Febrauar 2012

Der 73-jährige Joachim Gauck soll es besser machen als sein Vorgänger Wulff.

Kanzlerin Angela Merkel hat Joachim Gauck als Christian Wulffs Nachfolger bestimmt. Wulff war am 17.02. als Bundespräsident zurückgetreten.

Berlin,20.02.2012

Joachim Gauck wird als Nachfolger von Christian Wulff neuer Bundespräsident. Kanzlerin Angela Merkel gab am Sonntag nach einem stundenlangen dramatischen Ringen ihren Widerstand gegen den Favoriten von SPD und Grünen auf. Sie wendete damit in höchster Not einen drohenden Koalitionsbruch ab.

Gauck kommt im zweiten Anlauf

Die FDP hatte überraschend Gauck unterstützt und das schwarz-gelbe Bündnis zeitweise in eine schwere Krise gestürzt. Der Gründungschef der Stasiunterlagen-Behörde, der in einem ersten Anlauf aufs Schloss Bellevue 2010 Wulff unterlegen war, kann sich nun auf eine breite Unterstützung in der Bundesversammlung stützen. Damit werden bald zwei Ostdeutsche an der Spitze des Staates stehen. Merkel bezeichnete bei einem gemeinsamen Auftritt der Parteichefs den 73-jährigen früheren DDR-Bürgerrechtler als «wahren Demokratielehrer», der wichtige Impulse für Globalisierung, die Lösung der Schuldenkrise und mehr Demokratie geben könne.

Der klare Favorit

Der sichtlich bewegte Gauck kündigte an, er wolle den Deutschen vermitteln, dass sie «in einem guten Land leben, das sie lieben können». Gauck war in Umfragen klarer Favorit der Bürger. Rund jeder Zweite hält ihn für geeignet. Gauck sagte auf der Pressekonferenz, er sei kein «Supermann» und müsse sich die Vorschusslorbeeren erst verdienen.

Überwältigt und verwirrt

Er sei überwältig und verwirrt. Der Anruf der Kanzlerin habe ihn im Taxi erreicht, sagte der aus Rostock stanmende und jetzt in Berlin lebende Pastor. Bei der Annahme der Kandidatur für das Staatsoberhaupt habe ihm unglaublich geholfen, dass die Koalition, SPD und Grüne sich zusammengefunden hätten. An Merkel persönlich gerichtet sagte Gauck, das Wichtigste für ihn sei immer gewesen, dass sie ihm Vertrauen und Hochachtung gezollt habe.

Wulff zurückgetreten

Bundespräsident Wulff war am Freitag nach nur 20 Monaten Amtszeit zurückgetreten. Die Staatsanwaltschaft Hannover leitete am Wochenende gegen ihn ein Ermittlungsverfahren ein. Der frühere niedersächsische Ministerpräsident steht im Verdacht, Vergünstigungen von befreundeten Unternehmern angenommen zu haben.

In der Bundesversammlung hat Schwarz-Gelb nur eine hauchdünne Mehrheit. Die Bundesversammlung muss bis zum 18. März ein neues Staatsoberhaupt wählen. (dpa)