Radio Hamburg

Bild-Vize Nikolaus Blome

Wulff wollte Berichterstattung verhindern

Bundespräsident Christian Wulff

Die CDU beharrt weiterhin darauf, Bundespräsident Christian Wulff im Amt zu behalten.

Der stellvertretende Chefredakteur der Bildzeitung, Nikolaus Blome, beharrt auf die bisherige Darstellung seines Arbeitgebers. Wulff habe die Berichterstattung über seinen Privatkredit verhindern und nicht nur verschieben wollen.

Berlin - Die Redaktion der Bild-Zeitung beharrt auf ihrer bisherigen Darstellung im Streit mit Bundespräsident Wulff. Mit seinem Anruf auf die Mailbox von Chefredakteur Kai Diekmann hat Wulff die Berichterstattung über die Finanzierung seines Privathauses eindeutig verhindern und nicht nur verschieben lassen wollen, so der stellvertretende Chefredakteur Nikolaus Blome in der ARD-Talkshow Günther Jauch.

Der Präsident ging aufs Ganze, weil er das Ganze wollte, so der Bild-Vize. Eine Verschiebung habe Wulff vielleicht als Etappe angesehen, letztlich sei es aber eindeutig sein Ziel gewesen, die Geschichte um seinen Privatkredit zu verhindern. Wulff bestreitet das.

Verhindern oder verschieben, die Opposition in Berlin denkt jedenfalls schon an eine Zeit nach Wulff. Grüne und SPD boten der Regierung an, gemeinsam einen Nachfolger zu suchen.

Doch die Regierung will die Sache aussitzen. Der Präsident bleibe im Amt, alles andere sein Unsinn, so Unionsfraktionschef Volker Kauder.