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Radio Hamburg

Vorm Schloss Bellevue

Demo gegen Wulff

Demonstration vor dem Schlos Bellevue

Rund 300 Menschen demonstrierten mit hochgehaltenen Schuhen vor dem Schloss Bellevue in Berlin.

Mit hochgehaltenen Schuhen haben am Samstag in Berlin vor dem Schloss Bellevue etwa 300 Menschen gegen Bundespräsident Christian Wulff demonstriert.

Berlin - Demonstration gegen Wulff in Berlin: Auf Plakaten forderten mehrere Teilnehmer den wegen der Kredit- und Medienaffäre unter Druck stehenden Bundespräsidenten zum Rücktritt auf. «Wulff in die Produktion», hieß es da. Zahlreiche Demonstranten machten zudem Lärm mit Trillerpfeifen.

Das Motto der Aktion lautete «Wulff den Schuh zeigen - Shoe for you, Mr. President!». In der arabischen Kultur werden mit dieser Geste Menschen verhöhnt, aber auch Ärger und Verachtung werden so zum Ausdruck gebracht. «Wir wollen die Schuhe aber nur hochhalten, nicht schmeißen», betonte der Sprecher der Veranstalter, Jürgen Jänen. Auf dem Giebel von Schloss Bellevue wehte die Fahne mit dem Bundesadler. Diese zeigt gewöhnlich die Anwesenheit des Hausherrn an. Wulff zeigte sich den Demonstranten aber zunächst nicht.

Die Demonstranten durften nicht auf den Gehweg direkt vor dem Schloss, sondern mussten auf der anderen Straßenseite am Tiergarten protestieren.

Debatte geht weiter

Die Union hat einen Zeitungsbericht zurückgewiesen, wonach sich die Parteichefs der Koalition bereits auf ein Verfahren im Falle eines Rücktrittes von Bundespräsident Christian Wulff verständigt haben sollen. "Das ist eine blanke Spekulation. Und die weise ich zurück", sagte der parlamentarische Geschäftsführer der Unions-Fraktion im Bundestag, Peter Altmaier (CDU), am Samstag im Deutschlandfunk. Aus Führungskreisen der FDP war der Bericht zuvor als "blanker Unsinn" abgetan worden.

Die "Rheinische Post" hatte berichtet, dass sich die CDU-Vorsitzende, Bundeskanzlerin Angela Merkel, CSU-Chef Horst Seehofer und der FDP-Vorsitzende Philipp Rösler auf ein Verfahren zur Nominierung eines neuen Kandidaten geeinigt hätten. Sollte sich herausstellen, dass der wegen seiner Kredit- und Medienaffäre unter Druck stehende Wulff nicht in allen Punkten die volle Wahrheit gesagt habe, wollten die drei Parteichefs das Staatsoberhaupt nicht weiter unterstützen, hieß es unter Berufung auf Regierungskreise. Angeblich soll dann ein neuer Kandidaten präsentiert werden, den Rot-Grün nicht ablehnen könne.

(dpa)