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Radio Hamburg

30 statt 50 km/h

SPD und Grüne fordern Tempolimit

Berlin, 17.06.2012
RHH - Expired Image

Wenn es nach der SPD und den Grünen geht, soll man in der Stadt in Zukunft nur noch 30 km/h fahren dürfen.

Politiker von Grünen und SPD wollen der Sicherheit und der Umwelt zuliebe Autos in Innenstädten deutlich bremsen. Die Union hält das für unnötig.

Tempo 30 statt 50. In deutschen Städten und Dörfern soll der Verkehr nach dem Willen von SPD und Grünen künftig deutlich langsamer rollen. Ein generelles Tempolimit von 30 Stundenkilometern würde die Verkehrssicherheit erhöhen. Die Städte würden durch weniger Lärm und CO2-Ausstoß leiser und sauberer, sagte der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Sören Bartol, der "Welt am Sonntag".

Union dagegen

Politiker der Union traten solchen Vorschlägen sofort entgegen. "Mit Rot-Grün stünde ganz Deutschland auf der Bremse", erklärte CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe. Dem Vorschlag Bartols zufolge sollte Tempo 30 in der Straßenverkehrsordnung als neue Höchstgeschwindigkeit in Ortschaften festgeschrieben werden. Tempo-50-Schilder an den Hauptverkehrsachsen würden dann Ausnahmen deutlich kennzeichnen.

"Gleichmäßig fließender Verkehr"

Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Bundestag, Anton Hofreiter (Grüne), äußerte sich laut Zeitung zuversichtlich, dass seine Partei mit der SPD eine "moderne Verkehrspolitik" auf den Weg bringen könne, "die die Gesundheit der Stadtbewohner besser schützt als heute." Die SPD-Verkehrsexpertin Kirstin Lühmann geht laut Zeitungsbericht davon aus, dass Tempo 30 für "gleichmäßig fließenden Verkehr" sorgen würde, "der im Übrigen Aggressionen mindert und Aufmerksamkeit steigert".

Peter Ramsauer: "Ich will Mobilität ermöglichen und nicht verhindern."

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) lehnt solche Überlegungen ab. "Ich will Mobilität ermöglichen und nicht verhindern. Solange ich Verkehrsminister bin, wird es kein generelles Tempolimit geben", sagte Ramsauer der Zeitung. Zustimmung für ihren Vorschlag erhielten Grüne und SPD vom Allgemeinen Deutsche Fahrrad-Club (ADFC).

Zeitverlust wird überschätzt

"Der Zeitverlust der Autofahrer wird überschätzt und ist mit 10 bis 20 Sekunden pro Kilometer nur gering", sagte der ADFC-Bundesvorsitzende Ulrich Syberg der Zeitung. Dagegen wachse die Sicherheit deutlich: "Bei 30 statt 50 Stundenkilometern verkürzt sich der Bremsweg um mehr als die Hälfte, so dass viele Unfälle vermieden werden können."