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Radio Hamburg

So wird das Staatsoberhaupt gewählt

Die Bundespräsidentenwahl 2012

Deutscher Bundestag Berlin

Im Bundestag in Berlin fällt am Sonntag die Entscheidung, wer Deutschlands neuer Bundespräsident wird.

Am Sonntag (18.03.2012) wählt die Bundesversammlung den Nachfolger für Ex-Bundespräsident Christian Wullf. Joachim Gauck gilt als sicherer Nachfolger.

Berlin, 16.03.2012

Am Sonntag (18.03.2012) ist es soweit: Die 15. Bundesversammlung wählt im Plenarsaal des Deutschen Bundestages in Berlin den Nachfolger des ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff. Als wahrscheinlichster Nachfolger wird der ehemalige Pastor und DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck gehandelt, der bei der letzten Präsidentschaftswahl im Jahr 2010 schon für das Amt kandidierte. Er wurde damals von der SPD und den Grünen unterstützt und unterlag im dritten Wahlgang nur knapp Christian Wulff.

So wird am 18.März in Berlin gewählt

Die Bundesversammlung setzt sich aus 620 Bundestagsabgeordneten und ebenso vielen Vertretern der Länder zusammen. Die Zahl der Delegierten der einzelnen Länder richtet sich nach deren Bevölkerungszahl. Wegen zweier Krankheitsfälle bei der Union und der Linken dürften am Sonntag nach vorläufigem Stand 1.238 Stimmen abgegeben werden. Die Wahl ist geheim.

Prominente Wahlmänner und Wahlfrauen 

Die Parteien haben auch diesmal einige Prominente als Wahlleute nominiert. Schauspielerin Senta Berger und Comedian Ingo Appelt wählen für die SPD, der Moderator Frank Elstner und Fußballtrainer Otto Rehhagel für die CDU und der Regisseur Sönke Wortmann für die Grünen. Auch die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer tritt für die CDU an, Schauspieler Jan Josef Liefers für die SPD.

Joachim Gauck gilt als sicherer Nachfolger

Der ehemalige evangelische Pfarrer und DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck gilt als sicherer Nachfolger für Christian Wulff, denn Gauck wird von etwa 1.100 Delegierten aus Union, SPD, FDP und Grünen unterstütz. Beate Klarsfeld, die als Gaucks Gegenkandidatin antritt, kann mit etwa 120 Stimm der Linkspartei rechnen, die sie als Bundestagspräsidentin nominiert hat. Klarsfeld war durch die Aufklärung und Verfolgung von NS-Verbrechen bekannt geworden.

Christian Wulffs unrühmlicher Abtritt als Bundespräsident

Nach der Kreditaffäre um die Finanzierung seines Eigenheims, dem Versuch, Medienberichterstattung über seine Person zu stoppen, und des Verdachts auf Vorteilsannahme beantragte die Staatsanwaltschaft Hannover die Aufhebung von Christian Wulffs Immunität als Bundespräsident. Daraufhin gab Christian Wulff im  Februar seinen Rücktritt als Bundespräsident im Schloss Bellevue bekannt.

Trotz seines unrühmlichen Rücktritts bestand Wulff auf dem Großen Zapfenstreich, der jedem Bundespräsidenten zusteht, der aus dem Amt scheidet. Mehrere 100 Bürger protestierten mit Vuvuzelas gegen die Ehrung Wulffs.

Amtszeit des Bundespräsidenten beginnt bereits am Sonntag

Der 11. Bundespräsident, voraussichtlich Joachim Gauck,  tritt noch am Sonntag sein Amt an. Seine Vereidigung vor dem Bundestag ist am darauffolgenden Freitag (23. März) vorgesehen. Als wichtigster Mitarbeiter soll der EKD-Oberkirchenrat David Gill den neuen Präsidenten unterstützen. Er wird voraussichtlich Staatssekretär im Präsidialamt.