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Radio Hamburg

Altmaier wird Nachfolger

Merkel feuert Umweltminister Röttgen

Berlin, 17.05.2012
Norbert Röttgen EM Boykott

Norbert Röttgen ist der erste Minister, den die Kanzlerin direkt rauswirft.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Bundesumweltminister Norbert Röttgen gefeuert.

Es ist kein Rücktritt, sondern ein Rauswurf. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Bundesumweltminister Norbert Röttgen gefeuert. Sie hat Bundespräsident Joachim Gauck gebeten, Röttgen von seinen Aufgaben zu entbinden. Es ist das erste Mal, dass Merkel in ihrer siebenjährigen Kanzlerschaft einen Minister aus dem Kabinett wirft. Nach Angaben aus Koalitionskreisen weigerte sich Röttgen, freiwillig zurückzutreten. Neuer Umweltminister wird nun Merkels Vertrauter Peter Altmaier.
Bei der Wahl in Nordrhein-Westfalen am vergangenen Sonntag hat Röttgen ein historisch schlechtes Ergebnis für die CDU  eingefahren. Auch Parteifreunde haben ihm angelastet, dass er am Berliner Ministeramt festgehalten und sich nicht klar zu NRW bekannt hat. Besonders scharf ist die Kritik vom Koalitionspartner CSU gewesen.

"Muttis Klügster" muss gehen

Merkels Dank an ihren einstigen Musterschüler - der in Berlin lange den Spitznamen "Muttis Klügster" trug - fiel knapp aus. Röttgen habe als Umweltminister bei den Grundlagen für die Energiewende entscheidend mitgewirkt. Auch habe er großes Engagement beim internationalen Klimaschutz gezeigt. "Für diese Arbeit danke ich ihm", sagte Merkel. Die Entlassungsurkunde wird Röttgen von Gauck überreicht werden.

Mitauslöser für die harte Entscheidung Merkels könnte gewesen sein, dass CSU-Chef Horst Seehofer Röttgen heftig für die NRW-Pleite kritisiert und seine Eignung als Minister infrage gestellt hatte. Allerdings hatte die CDU-Chefin noch am Montag erklärt, Röttgen könne Minister bleiben. Zu erwarten ist, dass er nun auch seinen Posten als stellvertretender CDU-Bundesvorsitzender aufgeben wird.

Altmaier wird neuer Umweltminister

Neuer Umweltminister soll Merkels Vertrauter Peter Altmaier (CDU) werden. Der 53-Jährige sagte, er freue sich auf die Aufgabe: "Die Energiewende ist eine wichtige Aufgabe, von deren Gelingen viel abhängt für die Verbraucher, die Wirtschaft und vor allem auch die Umwelt." Dies und der Klimaschutz seien Schlüsselthemen moderner Politik. Merkel sagte, sie sei sicher, dass Altmaier "mit voller Kraft sich der neuen Aufgabe zuwenden wird und es eine gute Zusammenarbeit geben wird." Wer Altmaier in der wichtigen Funktion als Fraktionsmanager folgt, war zunächst unklar.

Zuletzt hatte Merkel vor einem Jahr ihr Kabinett umgebildet, als Gesundheitsminister Philipp Rösler ins Wirtschaftsministerium wechselte und Daniel Bahr (beide FDP) ihm ins Gesundheitsressort folgte. Mit der Entlassung ist nun die vierte Kabinettsumbildung verbunden.

(dpa/aba)