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Radio Hamburg

US-Präsident Barack Obama

Obama setzt sich für Homo-Ehe ein

Washington, 10.05.2012
US Präsident Barack Obama Schwulenehe

"Gleichgeschlechtliche Paare sollten die Möglichkeit haben, zu heiraten."

US-Präsident Barack Obama hat sich erstmals öffentlich dafür eingesetzt, dass Schwule und Lesben genauso wie heterosexuelle Paare heiraten können.

Nach jahrelanger Kritik an seinem "Wischiwaschi"-Kurs traut sich Obama jetzt: Er setzt sich für Schwulen-Ehen ein. Es ist ein riskanter Schritt sechs Monate vor der Wahl. Seine Meinung darüber habe sich im Laufe der Jahre "weiterentwickelt", sagte Obama am Mittwoch in einem Interview des Senders ABC. Obama sagte, er habe in den vergangenen Jahren viele Gespräche über das Thema geführt.

Alle Amerikaner müssen gleich behandelt werden

"Zu einem bestimmten Zeitpunkt bin ich schlicht zu dem Schluss gekommen, dass es für mich persönlich wichtig ist ... zu bestätigen, dass ich glaube, dass gleichgeschlechtliche Paare in der Lage sein sollten zu heiraten." Alle Amerikaner müssten gleich behandelt werden. Bisher hatte sich der Präsident lediglich für eingetragene Partnerschaften von Homosexuellen und Lesben stark gemacht - zwar mit gleichen Rechten, wie sie traditionelle Ehen mit sich bringen, aber nicht als "Ehe" definiert. Zugleich kritisierte der Präsident Bestrebungen auf staatlicher Ebene, Schwulen-Ehen gesetzlich zu verbieten.

Druck auf Obama gewachsen

Sowohl Konservative als auch Liberale hatten das als einen "Wischiwaschi"-Kurs kritisiert, homosexuelle Gruppen äußerten sich enttäuscht über den Demokraten. Am vergangenen Wochenende war dann der Druck auf Obama gewachsen, seine Position klarzustellen. Sein eigener Vizepräsident Joe Biden setzte ihn unter Zugzwang, indem er in einer TV-Talkshow sagte, dass er selbst überhaupt keine Probleme mit Homo-Ehen habe. Der designierte republikanische Spitzenkandidat Mitt Romney machte seinerseits klar, dass er für sogenannte "häusliche Partnerschaften" sei - mit begrenzten Rechten für homosexuelle Paare.

Riskanter Schritt

Experten sprachen in ersten Reaktionen von einem riskanten Schritt Obamas sechs Monate vor der Präsidentenwahl. Er werde dadurch zwar wahrscheinlich junge Leute für sich gewinnen. Aber auf der anderen Seite könnte seine Haltung sozialkonservativen Gegnern neuen Antrieb und neue Energie geben. Obama stellte in dem Interview heraus, dass es sich um seine persönliche Auffassung handele. Zugleich zeigte er sich überzeugt davon, dass im Laufe der Zeit immer weniger Amerikaner keine Probleme mit Homo-Ehen haben würden.

Als Beispiel nannte er seine eigenen Töchter: "Malia und Sasha haben Freunde mit Eltern, die gleichgeschlechtliche Paare sind. Es hat Zeiten gegeben, da haben meine Frau Michelle und ich beim Essen gesessen, und wir haben über ihre Freunde und deren Eltern gesprochen, und Sasha und Malia hätte es nicht im Entferntesten gedämmert, dass die Eltern ihrer Freunde irgendwie anders behandelt würden. Es macht keinen Sinn für sie.» Obama sagte weiter, dass auch Michelle seine Meinung teile. "Wir haben über die Jahre hinweg viel darüber gesprochen, und sie fühlt wie ich."

(dpa / pne)