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Radio Hamburg

Wahlkampf in den USA

Jetzt startet die Schlammschlacht

Washington, 11.05.2012

Barack Obamas Gegenspieler Mitt Romney soll früher einen schwulen Mitschüler gemobbt haben.

Im November wählen die Amerikaner einen neuen Präsidenten. Und jetzt wird der Wahlkampf hässlich: Der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney soll als Jugendlicher einen homosexuellen Mitschüler drangsaliert haben. Das berichtet die US-Zeitung "Washington Post".

"Er kann so nicht aussehen. Das ist falsch" soll der damals 18-jährige Romney über einen langhaarigen, angeblich schwulen Mitschüler geurteilt haben. Wenig später soll Mitt Romney dann zur Schere gegriffen und dem Jungen die Haare gegen seinen Willen abgeschnitten haben - das erzählen zumindest mehrere ehemalige Mitschüler aus dem elitären Cranbrook-Jungeninternat. Romney verteidigt sich. Er räumt zwar ein, als Schüler bei Streichen manchmal "etwas zu weit gegangen" zu sein, will sich an diesen speziellen Vorfall aber nicht erinnern können.

Der Bericht über den Vorfall fügt sich nahtlos an Präsident Obamas Aussage zur Unterstützung der Homo-Ehe. Am Mittwoch hatte der amtierende US-Präsident in einem Interview mit dem Sender "ABC" erklärt: "Zu einem bestimmten Zeitpunkt bin ich schlicht zu dem Schluss gekommen, dass es für mich persönlich wichtig ist (...) zu bestätigen, dass ich glaube, dass gleichgeschlechtliche Paare in der Lage sein sollten zu heiraten." Ein durchaus riskantes Manöver in einem Land, in dem erzkonservative Prediger Schwule in Talkshows mit Kinderschändern vergleichen. Dabei hat Obama in der Frage gar nicht zu entscheiden, das tun die Bundesstaaten selbst. Was also soll das Ganze?

Vielleicht handelt es sich bei Obamas Bekenntnis zur Homo-Ehe auch um einen gezielten Schachzug im erbitterten Wahlkampf - gut möglich, dass Obamas Stab schon vor Veröffentlichung Kenntnis vom Bericht über den Vorfall in Mitt Romneys Jugend hatte. Der Republikaner Mitt Romney lehnt die die Gleichstellung homosexueller Paare grundsätzlich ab. Und statt nach Obamas "Outing" für die Homo-Ehe bei den Konservativen zu punkten, steht er nunals homophober Mobber da. Das ist keine Bagatelle: Erst vor zwei Jahren hat eine Reihe von Teenager-Selbstmorden die USA erschüttert. Etliche Homosexuelle Jugendliche haben die Hänsel-Attacken ihrer Mitschüler nicht mehr ertragen.