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Radio Hamburg

US-Präsidentenwahl

Letztes Rededuell im TV

Washington, 23.10.2012
Rede-Duell Obama vs. Romney 16.10.2012

Zwei Wochen vor der US-Präsidentenwahl haben Amtsinhaber Barack Obama und Herausforderer Mitt Romney sich ein drittes Rededuell im Fernsehen geliefert.

Zwei Wochen vor der US-Präsidentenwahl sich Amtsinhaber Barack Obama und sein Herausforderer Mitt Romney das letzte von drei Rededuellen im Wahlkampf geliefert.

Barack Obama setzt auf Angriff, Mitt Romney bleibt gelassen: Zwei Wochen vor der US-Präsidentenwahl haben sich der Amtsinhaber und sein Herausforderer ein letztes Rededuell ohne echte Überraschungen geliefert. Das Thema Außenpolitik - bisher eher Randthema im Wahlkampf - war bei der Debatte am Montagabend (Ortszeit) kaum geeignet, größere Kontroversen und Emotionen aufkommen zu lassen. In landesweiten Umfragen hatten beide Bewerber zuletzt nah beieinander gelegen.

"Sie haben Recht"

Ob Syrien, Iran oder China - trotz unterschiedlicher Rhetorik waren sich Obama und Romney in vielen Fragen im Kern einig. Gleich mehrfach sagte Romney im letzten und dritten TV-Duell: "Sie haben Recht, Herr Präsident." Dagegen versuchte sich Obama als starker "Commander in Chief" (Oberbefehlshaber) zu präsentieren. Über weite Strecken spielte Obama die außenpolitische Erfahrung seiner ersten Amtszeit aus.

Wähler sehen Obama vorn

Wie bei der zweiten Debatte sahen auch an diesem Montagabend (Ortszeit) die meisten Wähler Obama vorn. Nach einer nicht repräsentativen Umfrage des TV-Senders CNN meinten 48 Prozent der befragten Wähler, der Amtsinhaber habe die Redeschlacht gewonnen. Lediglich 40 Prozent dagegen sahen unmittelbar nach Ende der Debatte Mitt Romney vorn. Im ersten Rededuell hatte Romney deutlich die Nase vorn gehabt.

In Boca Raton (Florida) versuchte Obama immer wieder, Romney als unbedarft in Sachen Außenpolitik darzustellen, der zudem allzu häufig seine Meinung wechsle und einen gefährlichen Zick-Zack-Kurs fahre. Ob beim Thema Irak, Afghanistan oder Bin Laden: "Jedes Mal, wenn Sie ihre Meinung sagen, liegen sie falsch", warf Obama seinem Kontrahenten vor. Romney hielt dem Präsidenten vor, er habe die Führungsrolle der USA in der Welt verspielt. Dies wolle er ändern. "Wir haben die Chance zu einer echten Führungsrolle."

Obamas stärkstes Argument war die Tötung von Terrorchef Osama bin Laden. Romney meinte zum Kampf gegen den Terrorismus: "Meine Strategie ist ganz klar die, die bösen Jungs zu jagen, sicherzustellen, dass wir alles tun, um sie zu stören - sie zu töten, sie aus dem Bild zu löschen." Wie Obama befürwortete auch er den Einsatz von Drohnen im Kampf gegen den Terrorismus.

Romney mit weiterem Fehler

Mitt Romney, der republikanische Herausforderer von Präsident Obama, haut ein ums andere Mal in den Fettnapf. Nach seinen offenen Beschimpfungen der Obama-Anhänger, seiner Verwechslung von arabischen Scheichs und indischen Sikhs und anderen speziellen Episoden hat er jetzt im dritten und letzten TV-Duell mit Barack Obama nachgelegt. Da hat er gesagt: "Syrien ist Irans einziger Verbündeter in der Arabischen Welt. Es ist seine Verbindung zum Meer." Aha, denkt da der Erdkunde-Interessierte. Denn Iran hat eine hunderte Kilometer lange eigene Küstenlinie und er grenzt überhaupt nicht an Syrien.

 

(dpa/lhö)