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Radio Hamburg

"Sorm"-System

Russland will Olympische Spiele überwachen

Sotschi, 08.10.2013
Wladimir Putin

Wladimir Putin will Russland als freundschaftlich und offenherzig präsentieren. Er erwartet von den Gästen der Winterspiele 2014 eine Bereitschaft zur Kommunikationsüberwachung. 

Die russische Regierung hat Maßnahmen ergriffen, um die Kommunikation jedes Teilnehmers und Besuchers der Winterspiele 2014 zu überwachen.

Wie englische Medien berichten, plant Russland bei den Olympischen Winterspielen 2014 eine intensive Überwachung der Kommunikation von Sportlern und Besuchern. Die Überwachung soll noch nie dagewesene Ausmaße annehmen und somit die größte Abhöraktion in der Geschichte der Olympischen Spiele darstellen.

"Sorm"-System überwacht Datenverkehr

Grade zum Beginn des Fackellaufs, präsentiert Präsident Wladimir Putin von der Gastfreundschaft und Offenheit Russlands. Genau diese Offenheit scheint der russische Staat jedoch auch von seinen Gästen zu erwarten. Dem russischen Geheimdienst FSB soll es mit Hilfe der neu geschaffenen Überwachungsmechanismen möglich sein eine genaue Verfolgung aller Datenübertragungen und eine gezielte Stichwortsuche zu realisieren.

Seit 2010 modernisiert

Die flächendeckende Überwachung wird mit dem "Sorm"-System realisiert. Seit 2010 wird es aktualisiert und den neuen Kommunikationsmöglichkeiten angepasst. Es ist allerdings auffällig, dass die Region um Sotschi besondere Aufmerksamkeit geschenkt worden ist. Ein Filterprogramm wird außerdem die Möglichkeit bieten, präzise nach Schlagwörtern zu suchen.

Ähnlichkeit mit "Prism"

Das Überwachungsprogramm wirkt, laut Expertenmeinungen, wie das amerikanische Überwachungsprogramm Prism, allerdings wie auf "Steroide", was so viel bedeutet, dass "Sorm" zum Teil der Infrastruktur geworden ist.

Geschäftsreisende und Homosexuelle im Fokus

In den USA scheint sich jedoch schon länger die Sorgen über die Fähigkeiten von Sorm zu verstärken, wie eine von der Abteilung für diplomatische Sicherheit kürzlich bekannt gab und Us-Bürger zu besonderer Vorsicht rät. US-Bürger, die die Spiele besuchen wollen, werden darauf hingewiesen, bei ihrer elektronischen Kommunikation besondere Vorsicht walten zu lassen. Besonders Geschäftsreisende sollen aufpassen, was sie über ihre Geräte weitergeben. Sie müssen sich bewusst sein, dass Betriebsgeheimnisse oder ähnliches an den russischen Staat weitergeleitet werden können.

Sportler erwartet keine Strafverfolgung

Neben den Geschäftsleuten könnten vor allem Aktivisten für die Gleichstellung von Homosexuellen unter den Maßnahmen leiden. In Russland besteht ein Verbot für homosexuelle Äußerungen in der Öffentlichkeit. Die folgende Empörung über die Diskriminierung und die Frage der Rechte von Schwulen und Lesben in Russland hatte im Vorfeld bereits mehrfach zu Unruhen geführt. Die Regierung hatte zwar zugesichert, dass Sportlern, trotz der neuen Gesetzgebung gegen "homosexuelle Propaganda" keinerlei Strafverfolgung drohe. Kundgebungen zum Thema sowie andere öffentliche Unterstützungsaktionen können hingegen schnell durch die Polizei unterbunden werden, so wie es in vielen Städten des Landes schon früher der Fall war.

(fbu)

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