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Radio Hamburg

Legalisierungsdebatte

Wie gefährlich ist Cannabis wirklich?

Hamburg, 11.12.2014
Cannabis, Joint, iStock

Rund 89 Prozent der Teilnehmer unseres Trendchecks haben sich für eine Legalisierung von Cannabis ausgesprochen.

Die Diskussion um die Legalisierung von Cannabis ist in Deutschland ins Rollen gekommen. Doch wie gefährlich ist die Droge eigentlich?

Cannabis ist nach wie vor die am häufigsten konsumierte illegale Droge in Deutschland. Rund 600.000 Personen in Deutschland weisen einen missbräuchlichen oder abhängigen Konsum auf und jeder dritte Hamburger Jugendliche hat schon einmal gekifft. Nach Angaben einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat deutschlandweit jeder dreizehnte Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren die Droge schon einmal genommen, 1,3 Prozent in den letzten 12 Monaten sogar regelmäßig. Dem gegenüber stehen etwa 17 Prozent der Jugendlichen im selben Alter, die sich mindestens einmal im Monat in einen Vollrausch trinken.

Wie viele Menschen sterben an Cannabis?

Die Zahl der Todesfälle durch den Konsum oder den Folgen von Cannabis ist schwer zu fassen. Verschiedene Studien der Vergangenheit besagen, dass Cannabis allein gar nicht zum Tod führen könne, da eine Überdosis in der gängigen Art des Rauchkonsums nicht erreicht werden könne. Insgesamt sind im Jahr 2013 nach Angaben der BZgA 1.002 Menschen an illegalen Drogen, zu denen Cannabis zählt, gestorben. An den Folgen von Alkohol sterben in Deutschland jährlich rund 74.000 Menschen.

Wie gefährlich ist Kiffen wirklich?

Körperliche Auswirkungen sind relativ selten und meist nicht stark ausgeprägt. Oftmals wird beim Rauchen von Cannabis auch aber auch Tabak konsumiert, was schwere gesundheitliche Folgen für den Lungen- und Bronchialbereich haben kann. Im jugendlichen Alter kann ein übermäßiger Konsum vor allem zu Entwicklungsstörungen führen.

Gefährlich ist die Droge Cannabis vor allem für Jugendliche, deren Wachstum sowohl physisch als auch psychisch noch nicht abgeschlossen ist. Bei Cannabis-Konsum in der Jugend sieht Suchtexperte Rainer Thomasius vom UKE die Gefahr von Intelligenzdefiziten, Lernstörungen und Motivationsstörungen.

Innere Leere und Antriebslosigkeit

Auch Personen, die unter psychischen Problemen leiden oder eine Veranlagung dazu haben, und Cannabis konsumieren, riskieren die Ausbildung einer Psychose, da die Substanz Psychosen durchaus fördern kann. Nach regelmäßigem Konsum können bei einer Absetzung Entzugserscheinungen wie innere Leere, Schlafstörungen und allgemeine Reizbarkeit auftreten. Ein dauernder Rauschzustand durch regelmäßigen bis abhängigen Konsum kann auch zu Antriebslosigkeit führen, und somit auch dem Zugang zum sozialen Umfeld schaden.

Gefährliche Mischung

Richtig gefährlich wird der Cannabiskonsum, wenn dazu noch andere Drogen im Spiel sind. Wenn beispielweise noch LSD konsumiert wird, dann kann es zu extremen Wahrnehmungsstörungen kommen. Aber auch bei Alkohol, der ebenso wie Cannabisprodukte das Denken und die Reaktionsfähigkeit einschränkt, werden Effekte auf die Psyche bei einem gleichzeitigen Konsum beider Substanzen zusätzlich verstärkt. Dann ist ein klares Denken kaum noch möglich.

Wäre eine Legalisierung vertretbar?

Rund 89 Prozent der Teilnehmer unseres Trendchecks haben sich für eine Legalisierung von Cannabis ausgesprochen. Hamburgs Gesundheitssenatorin lehnt die Debatte hingegen vollkommen ab und findet sie "fehl am Platz". Die Auswirkungen auf Jugendliche sei einfach zu verheerend, als dass man einer Legalisierung zustimmen könne. Die Diskussion hatte durch den Vorschlag des bayrischen Grünen-Plotikers Dieter Janecek "Kiffen für die schwarze Null", bei der die Steuereinnahmen von Cannabis bei einer Legalisierung den Schuldenberg des Bundeshaushaltes tilgen sollen, in den letzten Tagen Fahrt aufgenommen.

Was meint Ihr?

Was meint Ihr, wie gefährlich Cannabis wirklich ist und ob es schlimmere Auswirkung auf die Gesundheit hat als beispielsweise legale Drogen wie Alkohol? Schreibt Eure Meinung in die Kommentare.

(jmü)

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