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Radio Hamburg

Russland

Urteil gegen "Propaganda für Homosexuelle"

Moskau , 01.02.2014
Demo, Putin, Homosexuelle, Propaganda, Protest

In Russland sind positive Äußerungen über Homosexualität vor Minderjährigen seit Sommer 2013 verboten.

In Russland ist ein Journalist wegen sogenannter Homosexuellen-Propaganda verurteilt worden. Ein Zeichen gegen Verbesserung der Menschenrechte?

Die Verurteilung eines russischen Journalisten wegen "Homosexuellen-Propaganda" stößt auf Kritik von Menschenrechtlern.

Verurteilung zu Geldstrafe

Der Reporter Andrej Saturin aus Chabarowsk im Fernen Osten war zu 50.000 Rubel (etwa 1.060 Euro) Geldstrafe verurteilt worden. Er hatte einen schwulen Lehrer zu Wort kommen lassen, der wegen seiner Sexualität entlassen worden war.

Human Rights besorgt

Wenige Tage vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Sotschi handele es sich um ein "klares Signal, dass Russland kein Interesse hat, die Unterdrückung der Rechte seiner Bürger zu stoppen", erklärte die Organisation Human Rights First in der Nacht zu Samstag.

Netzwerk für Homosexuelle

Zudem zeigten sich Aktivisten besorgt über ein Verfahren gegen die Journalistin Jelena Klimowa wegen "Homo-Propaganda". Die 25-Jährige hatte in sozialen Netzwerken eine Gruppe gegründet, in der sich jugendliche Schwule und Lesben austauschen können. "Falls das Netzwerk geschlossen würde, hätten junge Homosexuelle keinen einzigen Ort, an dem sie offen über sich reden und hilfreiche Ratschläge erhalten können", sagte Klimowa. "Das wäre eine Katastrophe."

Homosexualität ist Tabu

In Russland sind positive Äußerungen über Homosexualität vor Minderjährigen seit Sommer 2013 verboten - allen internationalen Protesten zum Trotz.

(dpa/kru)

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