Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Kita-Streiks

Gewerkschaften wollen langen Atem behalten

Berlin, 17.05.2015
Kita, Kindergarten, Kinder, Erziehung

Viele Kitas bleiben auch am Montag (18.05) dicht. Das geht möglicherweise noch lange so weiter.

Der Kita-Tarifstreik geht am Montag (18.05) in die zweite Woche, doch wie lange wird der Ausstand insgesamt noch dauern? Möglicherweise noch sehr lange ...

Berufstätige Eltern von Kleinkindern brauchen neben Organisationstalent auch reichlich Ausdauer. Die Gewerkschaft Verdi sendet im unbefristeten Kita-Tarifstreit die Botschaft: Wir haben viel Zeit. 

Sigmar Gabriel steht hinter Erziehern

Vor dem Beginn der zweiten bundesweiten Streikwoche im Kita-Tarifstreit hat SPD-Parteichef Sigmar Gabriel den Gewerkschaften den Rücken gestärkt. "Die erste Frage ist doch: Werden die Erzieherinnen und ihre wenigen männlichen Kollegen heute für ihre wichtige und zugleich schwierige Arbeit angemessen bezahlt? Meine Antwort lautet: Eindeutig nicht", sagte der Vizekanzler der "Bild am Sonntag". Die Forderung nach besserer Bezahlung werde von der Bevölkerung breit unterstützt.

Flüchtlinge gegen Erzieher?

Gabriel erneuerte in diesem Zusammenhang seinen Vorstoß, dass der Bund die Unterbringungskosten für Flüchtlinge komplett übernehmen solle. "Das gibt den Kommunen finanziellen Spielraum auch für eine faire Bezahlung der Erzieherinnen." Es dürften nicht Erzieherinnen gegen Flüchtlinge ausgespielt werden, warnte Gabriel. "Das wäre sozialer Sprengstoff und würde die Solidarität der Bevölkerung mit den Flüchtlingen gefährden."  

Angebote noch nicht ausreichend

Verdi-Chef Frank Bsirske forderte in seiner Bilanz der ersten Streikwoche die kommunalen Arbeitgeber auf, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. Dann könnte der bundesweite Arbeitskampf unverzüglich ausgesetzt werden, betonte Bsirske am Freitag (15.05). Insgesamt legten laut Verdi in der vergangenen Woche rund 150 000 Beschäftigte der kommunalen Sozial- und Erziehungsdienste die Arbeit nieder. Die Gewerkschaften fordern eine höhere Eingruppierung der rund 240 000 Erzieher und Sozialarbeiter, die laut Verdi zu Einkommensverbesserungen von durchschnittlich zehn Prozent führen würde. Nach Darstellung des kommunalen Arbeitgeberverbands VKA ist das nicht bezahlbar.

Eltern kommen an ihre Grenzen

Besonders betroffen vom Dauerstreik sind die Mütter und Väter. "Für viele ist es möglich, ein oder zwei Tage zu überbrücken, aber wenn der Streik jetzt immer länger dauert, wird es schwierig", sagte der Vorsitzende der Landeselternvertretung der Kindertageseinrichtungen Sachsen-Anhalt, Karsten Bucksch. Er plädierte dafür, dass die Kommunen zumindest die Kostenbeiträge erstatten für die Tage, an denen die Eltern die Betreuung selbst in die Hand nehmen müssen.

Lest auch: Kita-Streik: Welche Rechte habe ich als Arbeitnehmer?

Die Kita-Mitarbeiter streiken, ich habe keine Notfallbetreuung für mein Kind. Was nun? Muss mein Arbeitgeber mich ...

(dpa/san)

comments powered by Disqus