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Radio Hamburg

Fallende Geburtenrate

Ein-Kind-Politik in China wird abgeschafft

Peking, 29.10.2015
Kind, China, Chinesisches Kind, Vater

In China geht die Geburtenrate zurück und das Volk wird schneller älter. Deshalb wird die Ein-Kind-Politik gegen die Zwei-Kind-Politik eingetauscht. 

Die Gesellschaft wird älter, die Geburtenrate fällt - vielleicht hat sich China gerade deswegen dafür entschieden, die umstrittene Ein-Kind-Politik nach drei Jahrzehnten abzuschaffen. Komplette Freiheit bei der Familienplanung bleibt den Chinesen dennoch nicht überlassen. Statt der Ein-Kind-Politik gibt es jetzt die Zwei-Kind-Politik, was Paaren erlaubt, zwei Kinder zu haben. Bei der viertägigen Sitzung des Zentralkomitees hatte das hohe Parteigremium den neuen Fünf-Jahres-Plan beraten und die Weichen für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung des Landes gestellt.

Schnelle Alterung des Volkes

Grund für diese Entscheidung ist wohl die schnelle Alterung des 1,3 Milliarden-Volkes. Bereits Ende 2013 gab es eine Lockerung der Ein-Kind-Politik. Danach durften Paare, von denen einer der Partner ein Einzelkind ist, schon zwei Kinder haben. Der Schritt hatte jedoch nicht zu einem Babyboom geführt. Wegen der hohen Mieten und teurer Schulbildung fürchten viele Paare in den Metropolen ohnehin, dass sie sich kein zweites Kind leisten können. "Nur wenn auch die Kosten, ein Kind aufzuziehen, gesenkt werden können, wird diese neue Politik funktionieren", hieß es unter anderem von Reaktionen in Internetforen.

Knappe Ressourcen 

Wegen ihrer strengen Umsetzung mit Zwangsabtreibungen bis spät in der Schwangerschaft und anderer Zwangsmaßnahmen war die Ein-Lind-Politik immer heftig umstritten. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch begrüßte die Abschaffung und bezeichnete sie als "Schritt in die richtige Richtung". Viele Menschen in und außerhalb von China hätten das Ende seit Jahrzehnten gefordert, doch völlige Freiheit bei der Familienplanung bleibt ihnen mit der Zwei-Kind-Politik immer noch nicht.

Die Ein-Kind-Politik war 1979 eingeführt worden. Das wachsende Riesenvolk musste ernährt und die knappen Ressourcen geschützt werden. Ohne die strikte Familienpolitik würden heute in China nach offiziellen Angaben schätzungsweise 300 Millionen Menschen mehr leben.

(dpa/pgo)

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