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Radio Hamburg

Bisher hohe Wahlbeteiligung

Wird die AfD der große Gewinner der Landtagswahlen?

Stuttgart/Mainz/Magdeburg, 13.03.2016
AfD, Landtagswahlen, Sachsen-Anhalt

Wenn sich die Umfragen bewahrheiten und die AfD in alle drei Landtage einzieht, dann wäre die Partei künftig in acht der 16 Landesparlamente vertreten.

In allen drei Ländern zeichnet sich eine höhere Wahlbeteiligung ab als noch 2011. Doch welcher Partei kommen die Stimmen zu Gute?

Die kleine Bundestagswahl läuft! Bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt hat sich bis zum Nachmittag eine deutlich höhere Wählerbeteiligung als 2011 abgezeichnet. Bis zum frühen Nachmittag registrierten die Wahlleitungen vielerorts einen spürbaren Andrang in den Wahllokalen und ein Plus bei der Briefwahl. Die mit Spannung erwarteten Abstimmungen standen im Zeichen der Flüchtlingskrise und waren damit indirekt auch ein Stimmungstest für den Kurs von Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Bis um 18 Uhr sind die Wahllokale noch offen. Dann wird sich zeigen, wer als Gewinner und Verlierer der Landtagswahlen heraus gehen wird.

Wem kommen die Stimmen zu Gute?

In Rheinland-Pfalz gaben bis 14 Uhr dem Trend zufolge landesweit inklusive Briefwahl 56 Prozent der Bürger ihre Stimme ab, wie ein Sprecher des Landeswahlleiters am Sonntag mitteilte. Bei der Wahl vor fünf Jahren habe die Wahlbeteiligung zur gleichen Zeit bei 43 Prozent gelegen. In Baden-Württemberg gaben nach Angaben der Wahlleitung bis zur selben Zeit 35,5 Prozent der Berechtigten ihre Stimme ab. 2011 lag die Wahlbeteiligung inklusive Briefwahl zu diesem Zeitpunkt bei 30,7 Prozent. In Sachsen-Anhalt gingen bis 14 Uhr 35,4 Prozent der Wahlberechtigten an die Urnen, wie das Statistische Landesamt in Halle mitteilte. Wem die Stimmen letztlich zu Gute kommen ist bisher noch nicht bekannt. In allen drei Ländern wird jedoch erwartet, dass die AfD in den Landtag einzieht. In Sachsen-Anhalt könnte die rechtspopulistische Partei mit 18 Prozent sogar als dritte Kraft im Parlament vor die SPD rücken.

Kampf bei den Grünen und ein Duell der Damen

In Stuttgart kämpft Deutschlands einziger Ministerpräsident der Grünen, Winfried Kretschmann, um eine zweite Amtszeit. Nach den Umfragen muss die CDU unter ihrem Spitzenkandidaten Guido Wolf befürchten, erstmals seit Bestehen des Bundeslandes Baden-Württemberg nicht als stärkste Partei aus einer Landtagswahl hervorzugehen. In Rheinland Pfalz lieferten sich SPD-Ministerpräsidentin Malu Dreyer und CDU-Herausforderin Julia Klöckner in der Schlussphase des Wahlkampfs ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen.

Wird die AfD der große Gewinner der Landtagswahlen?

Sollten sich die Umfragen bewahrheiten und die AfD in alle drei Landtage einziehen, dann wäre sie künftig in acht der 16 Landesparlamente vertreten. Ein solcher Erfolg der Rechtspopulisten könnte vor allem in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zu schwierigen Regierungsbildungen führen. In beiden Ländern haben die amtierenden Koalitionen nach den jüngsten Umfragen keine Mehrheit mehr. Auch in Berlin steigt nach und nach die Nervosität.

Belastungsprobe für große Koalition in Berlin

Die Landtagswahlen an diesem Sonntag (13.03) gelten als "erste echte Abstimmung über die Flüchtlingspolitik", so Tina Hassel von der "ARD". Das mache die Wahlen auch bundespolitisch zu Richtungswahlen. Vor allem für SPD-Chef Sigmar Gabriel könnten die Wahlergebnisse sehr schmerzhaft sein. In Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt droht die SPD unter das Volkspartei-Niveau abzurutschen. Aber auch bei der CDU und Kanzlerin Merkel herrscht Unruhe. Die Landtagswahlen werden auch für die Große Koalition in Berlin zur Belastungsprobe.

Lest auch: Sonntag ist Wahltag!: Alles Wichtige zu den Landtagswahlen im Überblick

In Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg wird am Sonntag (13.03) ein neuer Landtag gewählt. 

(dpa/jmü)

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