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Radio Hamburg

Neues Staatsoberhaupt

Die Bundespräsidentenwahl 2017

Berlin, 09.02.2017
Deutscher Bundestag Berlin

Für eine Amtszeit von fünf Jahren wird am Sonntag (12.02.) über Joachim Gaucks Nachfolger als Bundespräsident entschieden. Daran beteiligt sind einige prominente Wähler.

Am Sonntag (12.02.) wählt die Bundesversammlung den Nachfolger für Bundespräsident Joachim Gauck. Eine Amtsübernahme durch Frank-Walter Steinmeier (SPD) gilt als sicher.

Die 16. Bundesversammlung wählt im Plenarsaal des Deutschen Bundestages in Berlin den Nachfolger des deutschen Bundespräsidenten Joachim Gauck. Als wahrscheinlichster Nachfolgekandidat wird der ehemalige Außenminister Frank-Walter Steinmeier gehandelt, der im Vorfeld der Wahl daher bereits die laufenden Amtsgeschäfte an seinen Parteikollegen und Ex-Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel übergeben hat.

So wird gewählt

Die Bundesversammlung setzt sich aus 630 Bundestagsabgeordneten und ebenso vielen Vertretern der Länder zusammen. Die Zahl der Delegierten der einzelnen Länder richtet sich nach deren Bevölkerungszahl. Es dürften am Sonntag nach vorläufigem Stand also 1.260 Stimmen abgegeben werden. Die Wahl ist geheim.

Prominente Wahlmänner und -frauen

Die Parteien haben auch diesmal einige Prominente als Wahlleute nominiert. Fußball-Bundestrainer Joachim Löw wurde zum Beispiel ebenso wie Comedian Carolin Kebekus und die Hamburgerin Olivia Jones von den Grünen nominiert, für die SPD wählen Silbermond-Frontfrau Stefanie Kloß, Roland Kaiser oder auch Peter Maffay mit. "Die Höhle der Löwen"-Investor Frank Thelen wurde von der FDP nominiert, Schauspielerin Veronica Ferres von der CDU.

Sichere Nachfolge

Durch das breite Unterstützerfeld von Frank-Walter Steinmeier als Bundespräsidentschaftskandidaten gilt seine Ernennung bereits als sicher: Er ist der gemeinsame Kandidat von SPD und CDU und vereint damit theoretisch bereits 923 Stimmen der Bundesversammlung hinter sich. Natürlich sind alle Mitglieder der Bundesversammlung bei der Stimmabgabe nur ihrem Gewissen verpflichtet, alles andere als ein Durchmarsch im ersten Wahlgang wäre aber vor dem Hintergrund der "nur" benötigten absoluten Mehrheit (631 Stimmen) eine riesige Überraschung. Dennoch gehen weitere Anwärter gegen Steinmeier ins Rennen um das höchste Amt im Staat: Armutsforscher Christoph Butterwegge tritt mit Unterstützung der Linken an, Albrecht Glaser für die AfD und der aus dem Fernsehen bekannte Richter Alexander Hold kann auf die Unterstützung der Freien Wähler zählen, die allerdings nur einen Anteil von 10 aus 1260 Mitgliedern der Bundesversammlung ausmachen.