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Radio Hamburg

Warum Trump in meinen Träumen erscheint...

Der Mann macht mir Angst!

Hamburg, 31.01.2017
Donald Trump

Donald Trump ist ein wahrgewordener Alptraum. 

Trump ist mein wahr gewordener Alptraum und man muss aufhören, ihn zu belächeln.

- Kommentar -

Jeden Tag reibe ich mir immer mehr die Augen. Jede Schlagzeile ist auch gleichzeitig ein Schlag ins Gesicht der Menschen, die an Freiheit, Gleichheit, Demokratie und das Recht auf Selbstbestimmung glauben. Lange habe ich überlegt, ob ich etwas zu und über Donald Trump schreiben sollte, aber es verbietet sich derzeit, einfach den Mund zu halten. Der Mann, jetzt 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, ist nicht nur eine Gefahr für sich selbst, sondern für alle freiheitsliebenden Menschen.

Einreisedekrete, Mauerbau, juristische Schnellbeschlüsse, Vorverurteilung von Menschen anhand ihres Glaubens oder ihrer Hautfarbe - mir, die in der DDR geboren wurde, läuft da ein eiskalter Schauer über den Rücken. Und das Schlimmste: die ganze Welt schaut zu. Klar, der Mann wurde demokratisch gewählt, wenn man denn das Wahlsystem der US-Amerikaner so nennen darf, aber hier sitzt ein Mensch an der Spitze einer Multikulti-Nation, der Mexikaner für Vergewaltiger hält und Frauen für Besitz.

Schämt Euch!

Trumps Wähler sollten sich schämen! Und das tun sie augenscheinlich auch immer mehr. Unter Hashtags wie  #Iwantmyvoteback oder  @Trump_Regrets zeigen sie sich schockiert über Trumps aktuelle Entscheidungen. Viele fanden es sympathisch, dass ein Nicht-Politiker das Land regiert, viele hatten Angst vor Terrorismus - gaben ihm deshalb ihre Stimmen. Doch nun ist es zu spät und nicht nur die USA, sondern sie ganze Welt muss mit dieser Witzfigur leben.

Das Schlimme: so witzig ist es aber eben nicht. Lange haben ich mich dagegen verwehrt, Parallelen zu 1933 zu ziehen, aber immer mehr drängt sich mir dieses Bild auf. Konzentration der Macht, Verletzung der Menschen- und Bürgerrechte, Klima der Angst und Repression schaffen - das sind alles Merkmale einer aufkeimenden Diktatur. Indem Trump Familienmitglieder zu seinen Beratern macht, seine politischen Ambitionen mit seinen wirtschaftlichen Interessen verquickt, lässt er sein Amt immer mehr verkümmern. Er sollte der Präsident aller Amerikaner sein - mittlerweile muss man die Amerikaner vor ihm schützen.

Aufwachen!

Liebe Welt, liebe Politiker: macht die Augen auf! Hofiert diesen dahergelaufenen, Würde verletzenden, grobschlächtigen, Betonfrisur tragenden, Frauen verachtenden, Menschenrechte mit Füßen tretenden Mann nicht, gebt ihm keine Plattform, last ihn auflaufen, legt ihm Steine in den Weg, macht es ihm richtig schwer und zeigt ihm, dass Demokratie und klarer Verstand die ersten Mittel der Wahl sind. Und bitte: nehmt ihn bitterernst. Schon zu oft haben wir Menschen belächelt, die dann Unfassbares getan haben.