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Radio Hamburg

Frankreich

Macron gewinnt Präsidentschaftswahl

Paris, 08.05.2017
Emmanuel Macron

Der pro-europäische Mitte-Links-Politiker Emmanuel Macron ist mit 66 Prozent der Stimmen überraschend deutlich zum  neuen Präsidenten gewählt worden.

Die Franzosen haben mit dem Wahl von Emmanuel Macron zum Präsidenten eine Existenzkrise der Europäischen Union abgewendet. Der Senkrechtstarter setzte sich in der Stichwahl deutlicher als erwartet gegen seine Kontrahentin Marine Le Pen durch, die einen brutalen Anti-EU-Kurs fährt und Frankreich aus dem Euro führen will.  Der 39-jährige wird jüngster französischer Präsident aller Zeiten. Er gewann das Endduell laut Hochrechnungen mit fast 66 Prozent der gültigen Stimmen klar gegen Le Pen, die auf gut 34 Prozent kam.

Die Abstimmung war in ganz Europa mit großer Spannung und Nervosität verfolgt worden. Die 48-jährige Le Pen hatte im Wahlkampf ein Referendum über die EU-Mitgliedschaft versprochen. Das hätte die Union nach dem Brexit der Briten tief ins Mark treffen können. Ein neues Kapitel unserer langen Geschichte beginnt heute Abend", sagte Macron. "Ich will, dass es das der Hoffnung und des wiedergefundenen Vertrauens ist." Der scheidende Amtsinhaber François
Hollande gratulierte Macron und wünschte ihm viel Erfolg. Tausende Macron-Anhänger jubelten im großen Innenhof des Louvre-Museums im Herzen der Hauptstadt.

Gratulationen aus Deutschland

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sicherte Macron eine partnerschaftliche Zusammenarbeit Deutschlands zu. "Ich freue mich, dass sich die französischen Wähler mit Ihrer Wahl mehrheitlich für Weltoffenheit, ein vereinigtes Europa und die enge und freundschaftliche Zusammenarbeit mit Deutschland entschieden haben", schrieb Steinmeier in einer Erklärung. Kanzlerin Angela Merkel sicherte Macron in einem Telefonat eine enge Zusammenarbeit zu. "Die Bundeskanzlerin freut sich darauf, im Geist der traditionell engen deutsch-französischen Freundschaft vertrauensvoll mit dem neuen Präsidenten zusammenzuarbeiten", teilte Regierungssprecher Steffen Seibert anschließend mit.

Auch US-Präsident Donald Trump gratulierte dem designierten Amtskollegen in Paris, nachdem er im Wahlkampf auf Le Pen gesetzt hatte.  Ipsos schätzte die Wahlbeteiligung auf knapp 75 Prozent. Das war deutlich weniger als in der ersten Wahlrunde vor zwei Wochen, als sie noch bei rund 77,8 Prozent gelegen hatte. 4,2 Millionen Franzosen hätten leere Wahlumschläge oder ungültige Wahlzettel abgegeben. Das sind 8,9 Prozent der mehr als 47 Millionen Wahlberechtigten und so viele wie noch nie in Frankreich.

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(dpa/aba)