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Radio Hamburg

Facebookpost an Trump

Obama kritisiert öffentlich das Ende des Daca-Programms

Hamburg, 06.09.2017
Daca Programm

Das Daca-Programm steht nach einem Beschluss von US-Präsident Trump vor dem Aus.

Obama hat in einem Statement auf Facebook das Ende des Integrationsprogramms für junge Migranten verurteilt.

US-Präsident Donald Trump hat Obamas Dekret "Deferred Action for Childhood Arrivals (Daca)" aus dem Jahr 2012 widerrufen, was insbesondere von dem ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama kritisiert wird. Auch die Amerikaner protestieren. Obama hatte das Programm vor vier Jahren eingeführt, um jungen Migranten ein Bleiberecht in den Vereinigten Staaten zu sichern. Insbesondere Kinder von illegalen Einwanderern, die jünger als 16 Jahre alt waren als sie in die USA gekommen sind und die keine gültigen Papiere besitzen, sollten von diesem Programm profitieren, indem sie unter bestimmten Voraussetzungen eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis erhalten. 

Kritik an Trump

Durch den öffentlichen Post auf Facebook äußert sich Obama zu dieser Entscheidung. Verständlich, denn durch das Daca-Programm wurde besonders jungen Menschen ein leichterer Weg in eine sichere Zukunft ermöglicht, ohne Angst zu haben in ihr ehemaliges Land zurückkehren zu müssen. Ein guter und vor allem wichtiger Schritt. Barack Obama nannte es am Dienstag, den 05.09.2017, unmenschlich, Menschen, die in den USA ihr Leben aufgebaut hätten, mit Ausweisung zu drohen. Von nun an müssen nämlich zehntausende Betroffene um ihre Zukunft bangen. 

Neuregelung

Nun soll der Kongress bis zum Frühjahr 2018 eine Neuregelung finden. Bis dahin wird es keine Neuaufnahmen in das Programm geben. Trump äußerte sich am Dienstagabend (05.09.) zu diesem Thema und twitterte, dass das Parlament sechs Monate Zeit habe, um Daca gesetzlich zu regeln. "Wenn sie es nicht schaffen, werde ich mir das Thema wieder vornehmen!", hieß es in seinem Tweet. 

(dpa/sku)