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Radio Hamburg

Wahlrecht

So wählen die US-Amerikaner

Hamburg, 02.11.2012
RHH - Expired Image

In den USA entscheidet die Stimmverteilung auf die Wahlmänner, wer Präsident wird.

In den USA wird ganz anders gewählt als in Deutschland. Warum das so ist und wie's funktioniert, erklären wir Ihnen hier.

Die Wahl findet seit 1788 in einem vierjährigen Rhythmus statt. Seit 1845 ist der Wahltag auf den Dienstag nach dem ersten Montag im November festgelegt. Dadurch findet si Wahl immer zwischen dem 2. und dem 8. November eines Wahljahres statt. Mit der Wahl des Präsidenten wird auch ein Drittel des Senats und das Repräsentantenhaus gewählt.

Erst im Januar wird der Präsident offiziell bestätigt

Das Wahlergebnis wird Anfang Januar durch den Kongress nach dessen erstem Zusammentreten festgestellt. Die Amtszeit des Präsidenten beginnt mit dem Tag der Amtseinführung, der seit 1937 auf den dem Wahltermin folgenden 20. Januar fällt.

Wer darf wählen oder sich zur Wahl stellen?

Wahlberechtigt ist jeder Staatsbürger der Vereinigten Staaten, der das 18. Lebensjahr vollendet hat und seinen Wohnsitz in einem der 50 Bundesstaaten oder dem District of Columbia hat oder zu einem früheren Zeitpunkt hatte. Außerdem wird vorausgesetzt, dass die Person zur Zeit der Wahl weder inhaftiert ist noch ihr aufgrund einer Verurteilung das Wahlrecht entzogen wurde. Amerikanische Staatsbürger, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und außerhalb der Vereinigten Staaten wohnen, sind ebenfalls aktiv wahlberechtigt.

Zum Präsidenten kann gewählt werden, wer gebürtiger US-Amerikaner ist und mindestens 35 Jahre alt ist und 14 Jahre am Stück seinen Wohnsitz in den USA hat. Zusammengefasst wird dies mit dem Begriff "Natural born citizen".

Die wahlberechtigten US-Amerikaner wählen Obama oder Romney nicht direkt. Sie geben ihre Stimme für die Mitglieder des Electoral College ab, das aus 538 Mitgliedern („Wahlmänner“ genannt) besteht. Jedem Bundesstaat steht eine Anzahl von Wahlmännern zu, die der Anzahl von Abgeordneten, die er im Repräsentantenhaus (variabel je nach Bevölkerungsgröße, mindestens einer) und im Senat (zwei Senatoren pro Staat) hat, entspricht. Dadurch erhält jeder Bundesstaat mindestens drei Wahlmänner. Da das Repräsentantenhaus immer 435 Abgeordnete hat und der Senat derzeit 100 Senatoren, ergibt dies 535 Wahlmänner aus den Staaten. Zusätzlich erhält auch die Bundeshauptstadt Washington D.C., die sonst bei Wahlen auf Bundesebene nicht berücksichtigt wird, Wahlmänner.

Warum wird im November und an einem Dienstag gewählt?

Die Antwort ist in der Geschichte der USA zu suchen und ist durchaus nicht willkürlich gewählt. Der Monat November wurde für die Wahl ausgesucht, um den Bauern entgegenzukommen: die Ernte war bereits eingeholt und das milde Klima begünstigte längere Reisen zu den Wahllokalen. Am Sonntag konnte auch nicht gewählt werden, denn der Tag war für den Kirchgang reserviert. Auch der Montag wurde wegen der teilweise großen Entfernungen zu den Wahllokalen nicht ins Auge gefasst, um eine Anreise zu ermöglichen. Am Samstag war an vielen Orten Markttag, wofür der Freitag als Vorbereitungstag genutzt wurde. Auch der Donnerstag kam nicht infrage, da an diesem Tag die damals von den US-Amerikanern ungeliebten Briten ihr Parlament wählten. Somit blieben nur der Dienstag oder der Mittwoch. (Quelle: Arthur M. Schlesinger: History of American Presidential Elections)

(dpa/aba)