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Radio Hamburg

1000 Hektar Moor vernichtet

Großbrand in Belgien

Die Flammen haben sich an der Grenze zu Deutschland mit starkem Wind schnell ausgebreitet.

Eupen - Anhaltende Trockenheit und möglicherweise unvorsichtige Wanderer haben im Südosten Belgiens für einen der größten Brände seit 60 Jahren gesorgt. Ein Fünftel des bedeutenden Naturschutzgebietes Hohes Venn bei Aachen ist von Flammen verwüstet.

Das Feuer war Montag (25.04.2011) ausgebrochen, anscheinend in der Nähe der belgischen Gemeinde Baelen. Mit dem starken Wind hatten sich die Flammen in dem teils unwegsamen Gelände schnell ausgebreitet. Die Rauchsäule war noch aus mehreren Kilometern Entfernung zu sehen. Helfer sprachen von einem Inferno. Rund 350 Feuerwehrleute, darunter auch 70 deutsche, waren der Feuerwehr zufolge im Einsatz.

"Offensichtlich eine Unachtsamkeit"

Glücklicherweise habe sich der Wind gelegt und das Feuer in dem Hochmoor sei unter Kontrolle, sagte Einsatzleiter Claudy Marchal Dienstag (26.04.2011). Zwei Feuerwehrmänner seien bei den Löscharbeiten leicht verletzt worden. Bei dem Großbrand sind Marchals Angaben zufolge rund 1000 Hektar vernichtet worden - das ist etwa dreimal so groß wie der Central Park in New York.

"Zur Brandursache kann man noch nicht viel sagen. Offensichtlich war es eine Unachtsamkeit", so Marchal. Wegen der extremen Trockenheit war das Venn für Wanderer gesperrt, an den Randbereichen aber begehbar.

Löschung zieht sich noch hin

Per Hubschrauber wollte sich die Feuerwehr am Vormittag einen genauen Überblick verschaffen. Im Moor können nicht nur die trockenen Gräser über der Erde brennen, sondern auch Torf unterirdisch kokeln. Diese Nester wollen die Feuerwehrleute aus der Luft mit Wärmebildkameras ausmachen.

Die Löscharbeiten könnten sich daher noch mehrere Tage hinziehen, so Marchal. Die Arbeitsbedingungen seien grundsätzlich sehr schwierig, da die Helfer viele Meter Schlauch verlegen müssen.

Wohl keine Brandstiftung

Die Nationalstraße zwischen Eupen und Malmedy - eine der Hauptverbindungen in den Süden Ostbelgiens - ist gesperrt. Eigentlich sind die Monate Februar und März die brandgefährlichste Zeit im Hohen Venn. Dann müssen Wanderer mit weiträumigen Sperrungen rechnen.

Das frische Gras ist dann noch nicht ausgetrieben. Bei dem trockenen Gras reicht ein Funke, um einen Großbrand zu entfachen. Medienberichte, nach denen Brandstiftung Ursache gewesen sein soll, bestätigte die Feuerwehr nicht.