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Radio Hamburg

Japan: Verwirrung um Messwerte

Grundwasser-Werte diffus

Erneut Schlamperei beim AKW-Betreiber Tepco: Die Strahlen-Messwerte stimmen nicht.

Fukushima - Das Trümmer-Atomkraftwerk in Japan ist noch lange nicht unter Kontrolle, währenddessen nimmt die Strahlenbelastung im Meer vor Fukushima allerdings zu. Obwohl die Internationale Atomenergiebehörde es empfohlen hat, will die japanische Regierung die Evakuierungszone rund um das AKW aber nicht vergrößern.
Alle wichtigen Informationen zur Naturkatastrophe in Japan und dem drohenden Super-GAU bekommen Sie hier über unserer Japan-Ticker.

 

Freitag, 01. 04.2011

16:19 Uhr Der japanische Regierungschef Naoto Kan wird Samstag (02.04.2011) zum ersten Mal die Krisenregion persönlich besuchen. Währenddessen hat der Atomkonzern Tepco frühere Messungen bestätigt, nach denen im Grundwasser nahe des beschädigten Kernkraftwerks Fukushima 10.000-fach erhöhte Werte von Jod-131 entdeckt wurden. Tepco hatte die Analyse auf Anordnung der Atomsicherheitsbehörde wiederholen müssen, da es Zweifel an der Richtigkeit der Ergebnisse gab.

12:26 Uhr Das japanische und das us-amerikanische Militär haben mit einer großangelegten Suchaktion nach Vermissten, die insgesamt drei Tage dauern soll, begonnen. Etwa 18.000 japanische und 7.000 US-Soldaten haben zusammen mit Polizeiangehörigen eine großangelegte Suchaktion nach Vermissten begonnen, die insgesamt drei Tage dauern soll. Auch die japanische Küstenwache und die Feuerwehr sind im Einsatz, meldet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo.

6:40 Uhr Die Lage am japanischen Katastrophen-Meiler Fukushima ist weiter mehr als angespannt. Die Helfer versuchen, den Super-Gau zu verhindern. Währenddessen gibt es Verwirrung um die Belastung des Grundwassers am AKW. Die Messwerte vom Grundwasser in und um das Atomkraftwerk seien teilweise fehlerhaft, teilte die japanische Atomaufsichtsbehörde mit. Das Grundwasser sei jedoch sehr wahrscheinlich verstrahlt.

5 Uhr  Ein Mann durchbricht mit seinem Auto das Tor zum Kraftwerk Fukushima Zwei.

Donnerstag, 31.03.2011

8:30 Uhr  Es wird überlegt, die Reaktoren mit Spezialgewebe abzudecken, um die Strahlung einzudämmen. 

7:20 Uhr Die Lage in der Atomruine von Fukushima bleibt dramatisch. Im Kampf gegen einen Super-GAU wird weitere Technik aus Deutschland nach Japan geflogen. Experten kritisieren die Informationspolitik der japanischen Behörden und des Tepco-Konzerns.

Mittwoch, 30.03.2011

9 Uhr Der seit mehr als zwei Wochen aus der Öffentlichkeit verschwundene Präsident des japanischen Atomkonzerns Tepco, Masataka Shimizu, ist wegen Krankheit arbeitsunfähig: Der 66 Jahre alte Top-Manager musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo vom Mittwoch litt Shimizu an Bluthochdruck und Schwindelgefühlen.

6:43 Uhr Die Sicherheitszone um das schwer beschädigte Kraftwerk Fukushima muss ausgeweitet werden, so die Forderung von Greenpeace. Bisher umfasst die Evakuierungszone nur 20 Kilometer. Experten der Umweltorganisation haben mehrere Tage in der Region Messungen vorgenommen und die Ergebnisse am Morgen in Tokio vorgestellt. Sie decken sich mit denen der japanischen Behörden, aber die Umweltorganisation sagt, dass nicht genug getan wird, um den Menschen zu helfen. Alamierend sind die Werte nämlich auch noch im 40 Kilometer vom Kraftwerk entfernten Iitate. 

Dienstag, 29.03.2011

17:58 Uhr Am Katastrophen-Kraftwerk Fukushima müssen die Techniker noch Monate kämpfen, um die Atomkrise unter Kontrolle zu bekommen. Japans Ministerpräsident Naoto Kan bezeichnete die Lage am Dienstag als «unvorhersehbar». Das Land rechnet inzwischen mit gigantischen Kosten bis 26 Milliarden Euro.

15 Uhr Die japanische Regierung bezeichnet das havarierte Atomkraftwerk Fukushima inzwischen als "unberechenbar".

13 Uhr Die Männer, die in Fukushima gegen eine Atomkatastrophe kämpfen, arbeiten unter unzumutbaren Bedingungen. Das soll sich nun ändern, fordert Japans Industrieminister. Darüber berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo. Die Betreiberfirma Tepco hatte zwischenzeitlich laut Minister Banri Kaieda zwischen 500 und 600 Arbeiter auf dem Gelände des beschädigten Kraftwerks untergebracht. Keine Situation, in der "ein Minimum an Schlaf und Essen sichergestellt werden konnten".

7:03 Uhr Japans Ministerpräsident Naoto Kan hat Darstellungen zurückgewiesen, wonach sein Besuch des Unglückskraftwerk Fukushima Eins am Tag nach dem Erdbeben die Rettungsarbeiten behindert habe. Wie der Fernsehsender NHK berichtete, hatte die Opposition Kan vorgeworfen, sein Aufenthalt am 12. März habe den AKW-Betreiber Tepco davon abgehalten, Luft aus Reaktor 1 abzulassen, um darin den Druck zu vermindern.

Montag, 28.03.2011

17:37 Uhr In Südkorea sind in der Atmosphäre Spuren von Radioaktivität gemessen worden, die ihren Ursprung vermutlich in dem havarierten Atomkraftwerk Fukushima im Nachbarland Japan haben. Das teilte am Montag das koreanische Institut für Nuklearsicherheit in Taejon mit. Danach wurden geringe Konzentrationen an Xenon-133, eines radioaktiven Isotops des Edelgases, im Nordosten des Landes gemessen. Die Konzentration sei jedoch so gering, dass keine Gefahr für die Gesundheit der Menschen vorliege.

13:30 Uhr Trotz der weiter kritischen Lage am havarierten Atommeiler Fukushima kehren zahlreiche Anwohner in die Gefahrenzone zurück. Vor allem älteren Menschen sorgten sich um ihre Häuser und wollen nicht länger in Notfallunterkünften bleiben, berichtete der japanische Nachrichtensender NHK am Montag.

11:14 Uhr An der Atomruine in Fukushima ist erneut stark erhöhte Radioaktivität aufgetreten. Wie japanische Medien am Montagabend (Ortszeit) meldeten, wurden bei Reaktorblock 2 Strahlenwerte von mehr als 1000 Millisievert pro Stunde gemessen.

8 Uhr Im Reaktor 2 hat nach Einschätzung der japanischen Regierung vorübergehend eine Kernschmelze eingesetzt. Das sagte Regierungssprecher Yukio Edano.

5 Uhr Der Betreiber der Anlage, Tepco, hatte zuvor seine Angaben korrigiert und spricht jetzt noch von einer 100.000fach höheren Konzentration als normal. Zuvor war gemeldet worden, die Strahlung sei 10 Millionen Mal
höher als sonst. Der Regierungssprecher übte scharfe Kritik an dem Umgang des Betreibers Tepco mit den Messwerten. Das sei "inakzeptabel", sagte Edano. Unterdessen setzten Arbeiter in der Atomruine ihre Bemühungen fort, hochradioaktives Wasser aus den Gebäuden der Anlage zu beseitigen.

Sonntag, 27.03.11

17:40 Uhr Der japanische Atomkonzern Tepco stellt seine eigenen Angaben zu Ursache und Stärke der Radioaktivität in Block 2 des Kraftwerks Fukushima infrage. Jetzt spricht der Betreiber von falschen Messungen und kündigt neue an.

13:16 Uhr Angesichts der ständig neuen Hiobsbotschaften ist es kaum verwunderlich: Die Mehrheit der Japaner ist nicht zufrieden damit, wie die Regierung mit der Atomkatastrophe umgeht. Nach jüngsten Umfragen fühlen sich viele auch schlecht informiert über die Strahlenbelastung und die Gefahren. Offenbar ist auch mehr Radioaktivität aus dem Reaktor ausgetreten, als bisher zugegeben.

09:05 Uhr Die Strahlung in Reaktorblock 2 ist laut Betreiber Tepco jetzt zehn Millionen Mal höher als normal.

So hat sich die Jahrhundertkatastrophe in den letzten Tagen entwickelt - unser Japan-Ticker