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Radio Hamburg

Schlag gegen Al Kaida

Verdächtige festgenommen

Die Bundesanwaltschaft hat drei mutmaßliche Al-Kaida-Mitglieder festnehmen lassen.

Karlsruhe - Die Bundesanwaltschaft hat Freitag (29.04.2011) drei mutmaßliche Mitglieder der Terrororbande Al Kaida festnehmen lassen. Die beschuldigten Männer sollen Samstag (30.04.2011) dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden, wie die Behörde in Karlsruhe mitteilte. Der Zugriff erfolgte durch Beamte des Bundeskriminalamts.

Konkreter Anschlag in Deutschland geplant

Die drei festgenommenen haben einen konkreten Sprengstoffanschlag in Deutschland geplant. Das sagte der stellvertretende Generalbundesanwalt Griesbaum auf einer Pressekonferenz in Karlsruhe. Ein konkretes Anschlagsziel hatten die Festgenommenen nicht, sie seien noch in der Experimentierphase gewesen. Das Bundeskriminalamt (BKA) ist den mutmaßlichen Terroristen durch Überwachung ihrer Handys und Computer auf die Spur gekommen.

Zwei der Männer wurden in der Nacht zu Freitag (29.04.2011) in Düsseldorf festgenommen, der dritte im westfälischen Bochum. Bei dem Trio handelt es sich um Abdeladim K. und Jamil S. aus Düsseldorf sowie Ahmed Sh. aus Bochum. Einer der Anführer soll in einem Terrorcamp im Ausland ausgebildet worden sein.

Laut dpa-Informationen hatte die Gruppe ursprünglich für die Nacht zu Freitag (29.04.2011) eine Art Testlauf geplant, bei dem offenbar die Wirkung von Sprengmitteln erprobt werden sollte, der dann aber verschoben worden sei. Bei dem Testlauf habe es sich aber noch nicht um einen geplanten Terroranschlag gehandelt.

Genaue Vorwürfe noch unklar

Bereits im vergangenen Jahr wurde ein pakistansischstämmiger Händler aus Rheinland-Pfalz wegen Mitgliedschaft in dem Terrornetzwerk verurteilt. Ebenfalls 2010 kam der Bonner Dschihadist Bekkay Harrach in Afghanistan ums Leben. Er hatte im Herbst 2009 für Schlagzeilen gesorgt, als er im Namen von Al Kaida mit Anschlägen in Deutschland drohte.

Spätestens seit Harrachs Drohungen gehen Analysten bei den Sicherheitsbehörden davon aus, dass Al Kaida gerne einen Anschlag in Deutschland umsetzen oder initiieren würde. Ob den nun festgenommenen mutmaßlichen Mitgliedern jenseits der Mitgliedschaft Vorwürfe gemacht werden, ist noch unklar.

Nach Angaben des Verfassungsschutzes ist die Islamistenszene in Deutschland im vergangenen Jahr mit insgesamt rund 37.500 Mitgliedern erneut gewachsen. 2009 seien es noch 1000 weniger gewesen. Der größte Teil entfalle jedoch auf nicht gewaltorientierte islamistische Organisationen.