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Radio Hamburg

Massaker in Norwegen

EU zieht Konsequenzen

Anschläge in Olso

Europol will die Fahndung nach Terrorverdächtigen und Extremisten ausweiten.

Als Lehre aus dem Doppel-Anschlag von Norwegen verstärkt die EU ihren Kampf gegen Terroristen.

Brüssel - Als Lehre aus dem Doppel-Anschlag von Norwegen verstärkt die EU ihren Kampf gegen Terroristen.  So wollen die 27 EU-Staaten den Zugang zu Chemikalien beschränken, aus denen Bomben gebaut werden können. Das haben EU-Diplomaten nach einem Treffen von Anti-Terrorexperten in Brüssel mitgeteilt. Die Staaten wollen einen entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission nun rasch verabschieden.

Auch über striktere Regeln für den Waffenkauf wird diskutiert. Zudem soll ein europaweites Netzwerk an Psychologen und Fahndern künftig Einzeltäter wie den Attentäter von Oslo möglichst früher aufspüren. "Wir müssen solche Anschläge in Zukunft besser verhindern und schneller reagieren", schrieben die Experten in einer gemeinsamen Mitteilung. "Das Phänomen des `Einsamen Wolfs´ - eines radikalisierten Täters ohne Bezug zu einer terroristischen Organisation - muss mehr Aufmerksamkeit bekommen."

Die EU-Polizeibehörde Europol werde die Fahndung nach Terrorverdächtigen und Extremisten ausweiten, um die Geldströme zur Finanzierung von Terror-Netzwerken schneller aufzudecken, sagte ein EU-Diplomat. Norwegen, das kein Mitglied der EU ist, erhält zudem Zugang zu den Daten von Europol.

Prozess wohl erst nächstes Jahr

Die norwegische Polizei wird den Attentäter Anders Breivik erneut vernehmen. Der Prozess gegen ihn soll allerdings erst im kommenden Jahr beginnen, weil der Fall so umfangreich ist. Der 32-jährige Rechtsradikale solle sich dann für alle 76 Morde einzeln verantworten, kündigte Generalstaatsanwalt Tor-Aksel Busch am Donnerstag an. Breivik hatte auf Utøya mindestens 68 Teilnehmer eines sozialdemokratischen Sommerlagers für Jugendliche erschossen. Vor den Schüssen auf die Jugendlichen hatte er eine Bombe vor einem Hochhaus der norwegischen Regierung in Oslo gezündet. Dabei wurden acht Menschen getötet.

Norwegens Chef-Ankläger begründete den späteren Prozessbeginn mit der Dimension der Tat. Der Fall sei so umfangreich, dass die Ausarbeitung der Anklageschrift viel Zeit in Anspruch nehmen werde. "Aus Respekt vor den Toten und den Angehörigen muss der Täter für jede einzelne Tötung Rechenschaft ablegen", sagte Busch im Radiosender NRK. Das stelle entsprechende Anforderungen an die Beweisführung. "Ich hoffe, die Leute haben Verständnis dafür."