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Radio Hamburg

Massenmörder hält sich nicht für schuldig

Isolationshaft für Anders Breivik

Anders Behring Breivik

Anders Breivik, der Massenmörder von Oslo und Utöya, soll Kontakt zu Ultra-Rechten in Großbritannien gehabt haben.

Der 32-jährige Massenmörder von Oslo und Utöya darf in der U-Haft weder Besuch bekommen noch Briefe schreiben oder empfangen.

Oslo - Von ihm geht weiter ein großes Risiko aus, so der Richter nach Breiviks Anhörung. Obwohl er den Massenmord und den Bombenanschlag gestanden hat, hat sich Breivik nicht als schuldig bekannt. Die Aussagen des Attentäters machen fassungslos. Durch seine Taten wollte er Norwegen und Europa vor Marxismus und einer Islamisierung retten, das berichtete der zuständiger Richter in Oslo. Immer wieder zitierte er Breivik. Der sagte aus, die sozialdemokratische Partei müsse für den Verrat am eigenen Volk bezahlen. Er wollte durch seine Taten ein starkes Signal setzen, die Partei sollte den größten Verlust erfahren, den es gibt – den Tod ihrer Kinder. Anders Breivik wird in den nächsten Wochen isoliert in einer Einzelzelle sitzen, damit er mit niemandem reden kann.

Unterdessen versuchen die Norweger, die unfassbare Wahnsinnstat Breiviks zu verarbeiten.

Die norwegische Studentin Ingeborg Lauvhjell hat die Bombenexplosion am Freitag in der Osloer Innenstadt hautnah miterlebt. Sie ist gottseidank unverletzt, steht aber noch immer unter Schock: „Ich bin mit dem Fahrrad gekommen und plötzlich gab es eine riesige Explosion knapp 200 Meter vor mir. Ich wusste nicht was passiert ist und bin schnell abgestiegen und in die andere Richtung gelaufen.“

Wie fühlen sich die Menschen in Olso jetzt, drei Tage nach dem Doppelanschlag? „Heute sind die Leute wieder zur Arbeit gegangen, aber es ist immer noch komisch. In der Stadt gibt es eine Großdemonstration gegen Terror.“

Insgesamt 76 Menschen getötet

Nach Polizeiangaben sind bei den Anschlägen in Norwegen insgesamt 76 Menschen ums Leben gekommen: acht bei dem Bombenanschlag in Oslo und 68 auf der Insel. Das teilte ein Polizeisprecher in Oslo mit. Die Zahl war bisher mit 93 angegeben.

Kontakte zu Ultra-Rechten

Laut "Daily Telegraph" nennt der 32-Jährige in seiner im Internet verbreiteten Hassschrift Verbindungen nach England.  Das Dokument ist durchgängig auf Englisch geschrieben, mit London 2011 und dem anglisierten Namen „Andrew Berwick“ unterzeichnet. Breivik behauptet darin, er sein eine von achtzig Märtyrerzellen in Westeuropa, die islamfreundliche Regierungen stürzen wollten und weitere Anschläge planten. Er bezeichnete sich als Tempelritter, der 2002 bei einem rechtsextremistischen Treffen in London rekrutiert wurde. Die übrigen Teilnehmer seien erfolgreiche  Unternehmer, Geschäftsleute und Politiker, schrieb Breivik. Auch ein Deutscher soll dabei gewesen sein.

Jugendliche weiterhin vermisst

Auch zwei Tage nach dem Massaker auf der Insel Utöya werden noch immer vier bis fünf Jugendliche vermisst - ein Boot mit einem Sonargerät ist weiter im Einsatz.

Fotos: Blumen vor dem norwegischen Konsulat in Hamburg.