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Radio Hamburg

Grauenhafte Langzeit-Entführung

431 Jahre Haft für Täter

Der Fall der damals 11-jährigen Jaycee Dugard ging um die Welt. 18 Jahre wurde sie von ihrem peiniger festgehalten und sexuell missbraucht.

San Francisco - Drastische Strafe für eine grauenhafte Langzeit-Entführung in Kalifornien: Weil er eine Elfjährige verschleppte, sie 18 Jahre lang in seinem Hinterhof gefangen hielt und sexuell missbrauchte, muss der Peiniger Phillip Garrido (60) jetzt lebenslang ins Gefängnis. Das vom Gericht in Placerville verhängte Strafmaß lautet auf 431 Jahre Haft. Seine Ehefrau und Komplizin Nancy wurde zu 36 Jahren Haft verurteilt. Zwar erschien das Opfer, die heute 31 Jahre alte Jaycee Dugard, am Donnerstag (02.06.2011) selbst nicht vor Gericht, sie ließ aber eine erschütternde Botschaft verlesen: "Ich hoffe, Ihr habt so viele schlaflose Nächte, wie ich hatte."

Albtraum hat endlich ein Ende

Es handelt sich um einen der spektakulärsten Entführungsfälle in der US-Geschichte, der zugleich Erinnerungen an die Österreicherin Natascha Kampusch weckt, die als Zehnjährige verschleppt wurde und acht Jahre in der Hand ihres Kidnappers leiden musste. Sowohl Garrido als auch seine Frau hatten sich im April schuldig bekannt und damit einen langen Prozess vermieden. Garrido hatte sein Opfer mehrfach vergewaltigt, während ihrer Gefangenschaft gebar sie zwei Töchter. Erschütternd war vor allem der Auftritt der Mutter des Opfers, die vor dem Gericht in Placerville die Botschaft ihrer Tochter verlas. Darin wandte sich die junge Frau direkt an ihre Peiniger: "Ich habe entschieden, an diesem Tag nicht anwesend zu sein, weil ich mich weigere, auch nur eine weitere Sekunde meines Lebens in Eurer Anwesenheit zu verbringen."
Der Ehefrau warf sie vor, sie habe die Untaten ihres Mannes ermöglicht. "Philipp, ich habe jede Sekunde in diesen 18 Jahren wegen Dir gehasst." Zugleich meinte Dugard, es gehe ihr gut und sie sei glücklich, dass der "Alptraum" zu Ende sei.

Das Mädchen war 1991 auf offener Straße entführt worden. Nancy Garrido gestand den Ermittlern, sie habe gewusst, dass ihr Mann sein Entführungsopfer über Jahre hinweg sexuell missbrauchte und zwei Kinder zeugte. Sie habe selbst bei der Entbindung von Dugards Töchtern geholfen. Das Ehepaar hatte die Entführte und später auch die beiden Mädchen notdürftig in einem Zelt in seinem Garten untergebracht. Dugard und ihre beiden Töchter waren im August 2009 in einem Vorort der Stadt Antioch entdeckt worden. (dpa)