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Radio Hamburg

Luftschiff brennt

Pilot stirbt bei Zeppelin-Unglück

Zeppelin Unglück

Rettungskräfte bergen an der Unglücksstelle den Leichnam des Piloten.

Nach einem misslungenen Landemanöver ist ein Pilot in seinem Luftschiff am Sonntagabend beim Hessentag unter tragischen Umständen verbrannt.

Reichelsheim - Tragisches Unglück beim Hessentag: Beim Absturz eines Zeppelins ist in Reichelsheim der Pilot ums Leben gekommen.  Auf dem Luftschiff ist zuvor ein Feuer ausgebrochen. Drei weitere Passagiere haben sich noch rechtzeitig retten können. "Der Pilot hatte keine Chance", sagte ein Sprecher der Polizei.

Derzeit wird fieberhaft ermittelt, wie es zu dem Unglück kommen konnte. Bei gutem Wetter und blauem Himmel flog das blau-silberne Luftschiff das Wochenende über friedlich über die feiernden Menschen auf dem Hessentag in Oberursel. Alles schien friedlich, auch als die Maschine mit drei Journalisten an Bord vom Flugplatz Reichelsheim um 18:00 Uhr startete. Die beiden Männer und eine Frau wollten von oben Bilder und Videos von dem Fest machen.

Erst Feuer in der Kabine

Um 20:15 Uhr beginnt das Unglück: Beim Landeanflug geht etwas schief. "Da ist er dann im ungemähten Rasen ein Stück runter", sagt der Bad Homburger Pressefotograf Joachim Storch dem Hessischen Rundfunk. Er war mit zwei Kollegen von RTL an Bord der Maschine. Sie riechen Benzin. Dann sehen sie Feuer im hinteren Teil der Kabine. Der Australier öffnet ihnen die Tür, dann springen die drei bei niedrigem Flug aus dem brennenden Fluggerät. "Ich habe mich rausgeschmissen und bin auf den Rasen gerollt", sagt Storch. Das lodernde Luftschiff habe dann mit dem Piloten langsam an Höhe gewonnen. "Wie in Zeitlupe" sei das brennende Schiff gestiegen, beschreibt der Fotograf seine Erlebnisse: "Ich dachte, der Pilot kommt auch gleich raus". Aber der kommt nicht raus aus dem Feuerball. In der Luft beginnt die kleine Kapsel unter dem großen Heliumsack immer stärker zu brennen.

Fassungslosigkeit am Boden

Vom Boden aus können die Passagiere dem Unglück nur fassungslos folgen. "Zwischendrin hat der fürchterlich geschrien", sagt Storch über den Kapitän, der vergeblich um sein Leben kämpfte. Für den Australier, den Kollegen als sehr erfahren bezeichnen, kommt jede Hilfe zu spät. Das Luftschiff fällt noch in der Luft in sich zusammen und stürzt mit der Kapsel brennend etwa 300 Meter weiter in eine Wiese. "Auf dem Feld brannte es komplett aus", sagte ein Sprecher der Polizei. Die verkohlte Leiche des Piloten wird noch in der Nacht identifiziert.

Pilot habe sich geopfert

Eine "wahre Heldentat", nennt der Technik-Experte der Zeppelin-Reederei in Friedrichshafen, Hans-Paul Ströhle, die Aktion. Er habe den Piloten persönlich gekannt. Weil die drei Passagiere ausgestiegen sind, musste das Schiff automatisch in die Höhe steigen. So habe der Australier zwar die Passagiere gerettet, aber seinen eigenen Tod in Kauf genommen. "Er hat sich geopfert".