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Radio Hamburg

Gefahr in drei Reaktoren

Kernschmelze droht

Das Risiko einer Kernschmelze im japanischen Atomkraftwerk Fukushima hat wieder zugenommen.

Tokio - Wasserstoffexplosion, Kühlwasser-Ausfall, beginnende Kernschmelze: Die Serie schlimmer Nachrichten aus dem japanischen Katastrophenreaktor sorgt für Entsetzen. Inzwischen soll sich die Lage in dem Atomkraftwerk so zugespitzt haben, dass in drei Reaktoren eine Kernschmelze droht.

Im Reaktorblock 2 könnte die Kernschmelze bereits begonnen haben, so die Betreibergesellschaft Tepco. Das heißt, auch der neue Versuch der Techniker, den Krisenreaktor mit Seewasser zu fluten, ist offenbar gescheitert. Nach Medienberichten ragen die Brennstäbe im Block 2 wieder in vollem Umfang aus dem Wasser.

Rund 200.000 Menschen sind aus der Umgebung des Störfall-Reaktors Fukushima unterdessen in Sicherheit gebracht worden. Sie werden von Spezialisten untersucht. Angesicht der wachsenden Gefahren raten immer mehr europäische Botschaften ihren Bürgern, Japan zu verlassen.

Die Bilder der Katastrophe in Japan

 

Angst vor Atom-GAU in Japan

Kernschmelze: Was ist das?

  • Was heißt Kernschmelze?

    Als Kernschmelze bezeichnet man einen schweren Unfall in einem Kernreaktor, bei dem sich die Brennstäbe im Reaktorkern übermäßig erhitzen, schmelzen und gegebenenfalls ineinanderlaufen. Die Kettenreaktion erfolgt dann „unkontrolliert“. Steht der Reaktordruckbehälter noch unter Druck, kann es bei der Reaktion mit Wasserdampf zu einer Explosion kommen. Dadurch können hochradioaktive Spaltprodukte nach außen dringen und sich in der Umgebung ausbreiten.

  • Wann kann es zu einer Kernschmelze kommen?

    Im ummantelten Brennstab befindet sich der Stoff, der gespalten wird - also Uran oder Plutonium. Zur Kernschmelze kann es kommen, wenn Kühl- und Sicherungssysteme ausfallen. Dies ist in Japan nach dem Erdbeben der Fall gewesen.

  • Wie gefährlich ist eine Kernschmelze?

    Eine Kernschmelze ist sehr gefährlich! Das hochradioaktive Material aus den Brennstäben könnte in das Grundwasser oder bei einer Explosion und Beschädigung des Reaktordruckgefäßes auch in die Atmosphäre gelangen. Das war beim Unglück von Tschernobyl der Fall.

Sie wollen helfen?

Sie wollen spenden und den Betroffenen in Japan nach dem schweren Erdbeben helfen? Beim Deutschen Roten Kreuz oder unter helpdirect.org finden Sie eine Übersicht, wie und wo Sie am besten spenden können.

Verlängerte Laufzeit deutscher AKWs wird ausgesetzt

Unterdessen hat die schwarz-gelbe Bundesregierung angekündigt, dass die erst im vergangenen Herbst beschlossenen längeren Laufzeiten für deutsche Atomkraftwerke ausgesetzt werden. Drei Monate Pause verordnet die Kanzlerin der Laufzeitverlängerung. In dieser Auszeit gibt es einen Sicherheitscheck aller Atommeiler.

Dazu die Bundeskanzlerin Angela Merkel: "Damit kein Zweifel entsteht: Die Lage nach dem Moratorium wird eine andere sein als die Lage vor dem Moratorium." Die Kanzlerin kündigte zudem an, die alten Atomkraftwerke abzuschalten, die nur in Folge der Laufzeitverlängerung überhaupt noch laufen. Das sind Neckarwestheim 1 in Baden-Württemberg sowie Biblis A in Hessen. Allerdings müssen die Betreiber, EnBW und RWE, der Abschaltung zustimmen. Davon gehen die Landesregierungen von Baden-Württemberg und Hessen aber aus.