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Radio Hamburg

Japan: AKW Fukushima

Besserung in Sicht

Die Lage in Japan ist aber weiterhin dramatisch. So spenden Sie für die Opfer der Katastrophe.

Die Lage im havarierten Atomkraftwerk Fukushima in Japan entspannt sich offenbar immer mehr. Die Temperatur liegt nach Informationen einer japanischen Nachrichtenagentur in allen Abklingbecken der Meiler inzwischen bei unter hundert Grad und ist damit so niedrig, dass keine Gefahr mehr droht. Dennoch ist neun Tage nach der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Japan die Zahl der Toten und Vermissten auf mehr als 20.000 gestiegen. Laut der Nachrichtenagentur Kyodo meldet die Polizei mindestens 8.133 Menschen, die ihr Leben verloren haben. 12.272 Menschen gelten offiziell als vermisst. Bis zu 400 000 Menschen leben derzeit in Notunterkünften. Die Katastrophe vom 11.März ist damit das größte Unglück in der Geschichte Japans nach dem zweiten Weltkrieg.

Alle aktuellen Infos im Ticker

Sonntag, 20.03.2011

17:14 Uhr Nach Informationen einer japanischen Nachrichtenagentur liegt die Temperatur in allen Abklingbecken der Meiler inzwischen bei unter hundert Grad und ist damit so niedrig, dass keine Gefahr mehr droht. Die Gefahr der Kernschmelze ist aber weiterhin akut.

15:39 Uhr Auch Block 5 ist nun vollständig wieder an die Stromleitung angeschlossen. Rettungsmannschaften ist es gelungen, die kühlenden Pumpen wieder in Gang zu setzen. Immer noch angespannt ist die Lage neun Tage nach der Katastrophe in den Notunterkünften. Vielerorts mangelt es an Heizöl und Lebensmitteln.

12:16 Uhr Die beiden Überlebenden aus Miyagi sind extrem geschwächt, konnten jedoch auf Fragen der Polizei antworten. Der 16-jährige Junge soll unter einer Unterkühlung leiden. Er und seine Großmutter sollen sich Medienberichten zufolge die ganze Zeit über von Joghurt und anderen Dingen, die sich im Kühlschrank des zerstörten Hauses fanden, ernährt haben. Der Junge saß dem Vernehmen nach auf den Trümmern des Daches und rief nach Hilfe - bis ihn schließlich ein Suchtrupp der Einsatzkräfte fand. Beide Überlebenden wurden mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus ausgeflogen.

10:47 Uhr Es geht weiter mit den positiven Nachrichten: In der Provinz Miyagi haben Rettungskräfte eine 80-jährige Frau und einen 16-Jährigen lebendig aus den Trümmern gerettet. Außerdem konnte der Druck in Reaktor 3 stabilisiert werden. Reaktor 2 ist wieder an die Stromversorgung angeschlossen, Block 1 soll bald folgen. Aber: Obwohl die Strahlung außerhalb des Meilers bereits um ein Viertel zurückgegangen ist, haben Messungen erneut starke Belastungen bei Milch und Spinat ergeben.

9:39 Uhr Gute und schlechte Nachrichten aus Japan. Zuerst die schlechte: Trotz insgesamt 13 Stunden langer Bewässerung hat der Druck im besonders gefährlichen Reaktor 3 wieder zugenommen. "Wir müssen Maßnahmen ergreifen um den Druck im Reaktorbehälter zu verringern", so ein Sprecher der Reaktorsicherheitsbehörde. Dies bedeute, dass Luft mit radioaktiven Substanzen aus dem Reaktor abgelassen werden müsse und damit die Strahlenbelastung der Umgebung abermals erhöhen würde. Die gute Nachricht: Das Kühlsystem in Reaktor 6 ist dank der verlegten Starkstromleitung wieder in Gang gesetzt worden. Möglicherweise kann im Laufe des Tages auch die Kühlung für die Reaktoren 1 und 2 wiederhergestellt werden.

 

Samstag, 19.03.2011

18:01 Uhr: Bei den Rettungsarbeiten am schwer beschädigten japanischen Atomkraftwerk Fukushima haben sechs Arbeiter zu viel radioaktive Strahlung abbekommen. Bei den Männern wurden mehr als 250 Millisievert gemessen, wie die Nachrichtenagentur Kyodo am Samstag mit Verweis auf den Kraftwerksbetreiber Tepco mitteilt. Unterdessen ist immer noch ungeklärt, ob die radioaktiven Partikel im Leitungswasser verschiedener Präfekturen (14:44 Uhr) aus dem Atomkraftwerk Fukushima stammen - radioakative Strahlung tritt sonst auch zum Beispiel in Krankenhäusern und Laboren auf.

15:07 Uhr Die Stromversorgung von Fukushima soll Sonntag (20.03.2011) wiederhergestellt werden. Noch ist unklar, ob damit die Kühlsysteme der zerstörten Reaktoren wieder in Gang zu setzen sind. Verschiedenen Angaben zufolge gelang es bisher offenbar, eine Stromleitung zu Reaktor 2 des Atomkraftwerks zu verlegen. Diese Verbindung soll es bis Sonntagmorgen möglich machen, das Kühlsystem des Reaktors ans Stromnetz anzuschließen. Anschließend soll auch Reaktor 1 mit Strom versorgt werden. Ob die Pumpen und Leitungen des Kühlsystems jedoch noch intakt sind, ist offen. Währenddessen vermeldet der japanische Verteidigungsminister Toshimi Kitazawa, dass die Reaktoren 1 bis 4 fortan "rund um die Uhr" statt wie bisher nur phasenweise besprüht werden.

14:47 Uhr Das japanische Umweltministerium hat ein Verkaufsstopp von Lebensmitteln aus der Präfektur Fukushima angeordnet. Zuvor war bei Milch und Spinat aus der Nähe des beschädigten Atomkraftwerks Fukushima erhöhte Strahlenwerte gemessen wurden. Auch in der südlicheren Präfektur Ibaraki sei belasteter Spinat entdeckt worden.

14:44 Uhr Die Behörden haben im Leitungswasser der Hauptstadt Tokio erhöhte Werte von Radioaktivität nachgewiesen. Es handele sich Spuren von radioaktivem Jod, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf einen Vertreter des Wissenschaftsministeriums. Ungewöhnlich hohe Werte von radioaktivem Jod seien zudem im Trinkwasser der zentraljapanischen Präfekturen Gunma, Tochigi, Saitama, Chiba und Niigata festgestellt worden. Allerdings lägen die Werte in allen Fällen deutlich unter dem zulässigen Grenzwert.

12:44 Uhr Die japanischen Behörden haben die offizielle Zahl der Todesopfer bekanntgegeben. Demnach sind nach dem Erdbeben und dem Tsunami am Freitag vergangener Woche 7.348 Menschen ums Leben gekommen. Vermisst werden derzeit noch 10.947 Menschen.

12:31 Uhr Die Temperatur in Reaktorblock 5 ist leicht gesunken. In Block 3 ist die Temperatur immer noch stabil. Währenddessen ist die Strahlenbelastung bei Lebensmitteln im Umkreis des Meilers gesundheitsgefährdend gestiegen.

11:44 Uhr Die Arbeiter an dem havarierten Atomkraftwerk haben in die Dächer der Reaktoren 5 und 6 Löcher geschlagen, um so weitere Explosionen zu vermeiden. Durch die Öffnungen kann die Ansammlung von Wasserstoff verhindert werden. Die Explosionen in den anderen Reaktoren sind vermutlich durch Wasserstoff ausgelöst worden, vermuten Experten der Internationalen Atomenergiebehörde in Wien.

11:05 Uhr Nachbeben in Tokio. Japanische Medien geben die Stärke zunächst mit 6,1 an. Ein Tsunami werde nicht befürchtet, so berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

10:02 Uhr An Block 3 des havarierten Atomkraftwerks ist nach einem erneuten Kühlversuch mit Wasserkanonen die Temperatur im Innern des Reaktors nicht weiter gestiegen. Die Kühlung mit Wasser von Außen soll noch über mehrere Stunden fortgeführt werden.

8:31 Uhr Die AKW- Betreiberfirma Tepco meldet, dass mittlerweile eine Starkstromleitung zum Meiler in Fukushima stehe. Bevor die Pumpen und Systeme zur Kühlung der Reaktoren getestet werden können, sei aber noch eine Verkabelung nötig. Währenddessen gab Regierungssprecher Yukio Edano leichte Entwarnung bezüglich des Reaktors 3. "Wir glauben derzeit, dass sich die Situation stabilisiert hat", so Yukio Edano nach einem Bericht der Nachrichtenagentur "dpa". Die Kühlaktionen von außen hätten eine Wirkung gehabt. Es sei mehr Wasser in Reaktor 3 festgestellt worden. Dennoch bestehe weiterhin die Gefahr einer Kernschmelze.

Freitag, 18.03.2011

13:29 Uhr Am Katastrophen-AKW Fukushima sind am Freitag fast 140 Feuerwehrleute aus Tokio zum Einsatz gekommen. Diese rückten mit 30 Fahrzeugen an, berichtete das staatliche Fernsehen NHK am Freitagabend (Ortszeit). Sie verspritzten 50 Tonnen Wasser auf den havarierten Reaktor 3, um eine Kernschmelze darin zu verhindern. Es handelte sich um Fahrzeuge, die normalerweise für Einsätze an hohen Gebäuden gedacht sind: Mit ihnen können die Feuerwehrleute aus 22 Metern Wasser spritzen.

12:32 Uhr Noch mehr als 30 Kilometer vom Katastrophen-AKW Fukushima entfernt ist eine deutlich erhöhte Strahlenbelastung festgestellt worden. Die Verstrahlung nordwestlich der havarierten Anlage lag bei 170 Microsievert am Donnerstag und 150 Microsievert am Freitag, wie das japanische Wissenschaftsministerium mitteilte.

12:14 Uhr Das US-Militär hat Japan Unterstützung durch 450 Strahlenexperten angeboten. Die Einheit könne dem Land bei der Bewältigung seiner Nuklearkrise helfen, sagte der Befehlshaber des US-Pazifikkommandos, Admiral Robert Willard, am Freitag nach Angaben der japanischen Agentur Kyodo. Ein Team aus neun US-Spezialisten sei bereits nach Japan geschickt worden.

9:24 Uhr Die erneuten Kühlversuche am Reaktor 3 des havarierten Atomkraftwerks Fukushima Eins sind erfolgreich. Das sagte Regierungssprecher Yukio Edano am Freitagabend (Ortszeit) auf einer Pressekonferenz. Der Fernsehsender zeigte auch einen Armeesprecher, der berichtete: «Wir haben das Ziel getroffen». Seit dem Nachmittag spritzen Wasserwerfer erneut auf den Reaktor. Das Wasser soll die Kernschmelze verhindern. Die Brennelemente im Block 3 enthalten das hochgiftige Plutonium.

8:02 Uhr Der AKW-Betreiber Tepco hofft, die Reaktoren 1 und 2 am Samstag mit der wiederhergestellten Stromverbindung versorgen zu können. Das berichtete der Sender NHK am Freitag.

7 Uhr Japan klammert sich in der Atomkrise an jede kleine Hoffnung: Technikern gelang es, ein Stromkabel zum teilweise zerstörten Reaktor 2 zu legen. Damit könnte die reguläre Kühlung möglicherweise wieder in Gang kommen.

6:28 Uhr Am havarierten Atomkraftwerk Fukushima Eins haben Soldaten und Feuerwehrleute mit einem zweiten Kühlversuch begonnen. Später sollten den Plänen zufolge auch Feuerwehrmänner aus Tokio beim Kühlen der überhitzenden Reaktoren helfen. Rund 140 Helfer waren in der Stadt Iwaki südlich der Anlage in Fukushima in Stellung gegangen, berichtet der Sender NHK.

 

Donnerstag, 18.03.2011

19 Uhr Der Kampf gegen die Katastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima Eins wird nun aus der Luft geführt. Zwei Armee-Hubschrauber werfen für ein Kühlmanöver Tonnen von Wasser über dem Reaktor 3 ab, wie der Fernsehsender NHK berichtet. Das Wasser soll die Temperatur im Kraftwerksinneren senken. In Japan ist die Zahl der Toten und Vermissten nach dem Erdbeben unterdessen auf mehr als 15 000 angestiegen. Offiziell seien bislang 5692 Tote registriert, wie der Fernsehsender NHK am Donnerstag unter Berufung auf die Polizei berichtete.

17:30 Uhr Der verzweifelte Kampf im japanischen Atomkraftwerk Fukushima gegen die komplette Kernschmelze geht weiter. Unterdessen zeigen Videos, die vom Hubschrauber aus beim Flug über das Atomkraftwerk Fukushima gedreht worden sind, wie gewaltig das Ausmaß der Zerstörung ist. Es liegen Trümmer, verbogene Stahlträger und Steine herum, aus denen Rauch aufsteigt. Die Explosionen im Atomkraftwerk Fukushima müssen gewaltig gewesen sein.

15:52 Uhr In Japan ist die Zahl der Toten und Vermissten nach dem Erdbeben vom vergangenen Freitag auf mehr als 15 000 angestiegen. Offiziell seien bislang 5692 Tote registriert, wie der Fernsehsender NHK am Donnerstag unter Berufung auf die Polizei berichtete. 9506 Menschen würden weiterhin vermisst. Ein Großteil der Vermissten wird noch in den Trümmerbergen der vom Tsunami überschwemmten Siedlungen im Nordosten Japans vermutet. Die Rettungskräfte haben die Hoffnung praktisch aufgegeben, noch Überlebende zu finden.

15:43 Uhr Das japanische Militär hat mit Wasser-Abwürfen aus der Luft und Spritzkanonen am Boden Block 3 am Katastrophen-AKW zu kühlen versucht. Der Betreiber Tepco wertete den Einsatz am Donnerstag als Erfolg, weil Wasserdampf aus dem überhitzten Meiler aufgestiegen sei. Man habe offenbar das Kühlbecken getroffen. Die Behörden gaben aber keine Entwarnung.

13:15 Uhr Die USA haben eine unbemannte Drohne zur Dokumentation der Schäden über das havarierte japanische Atomkraftwerk Fukushima Eins fliegen lassen. Die dabei gemachten Fotos seien der Regierung in Tokio übermittelt worden, berichtete der japanische Fernsehsender NHK am Donnerstag. In dem AKW sind durch Explosionen infolge des Erdbebens mehrere Meiler zum Teil schwer beschädigt.

11:40 Uhr Große Hoffnungen richten sich auf neue Stromleitungen ins Katastrophen-AKW in Japan. «Der nächste wichtige Schritt ist, die Stromversorgung wiederherzustellen», sagte Hidehiko Nishiyama von der staatlichen Atombehörde der Agentur Kyodo. Es war geplant, die Arbeiten am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) zu starten.

11:23 Uhr In der Katastrophenregion um das japanische Atomkraftwerk Fukushima Eins ist am Donnerstag (vormittags mitteleuropäischer Zeit) noch Schnee gefallen. Radioaktive Partikel könnten mit den Flocken auf den Erdboden gelangen, erläuterte der Deutsche Wetterdienst (DWD). Die Schneeschauer ließen aber nach, und der Westwind trage die radioaktive Belastung dann wieder komplett auf das offene Meer hinaus.

10:19 Uhr Frankreich hat angeboten, radioaktiv verstrahlte Menschen aus Japan zur medizinischen Behandlung aufzunehmen. Spezialisierte Krankenhäuser stünden zur Verfügung, sagte der französische Innenminister Claude Guéant am Donnerstag dem Rundfunksender «Europe 1».

8:07 Uhr Neben technischen Meldungen gibt es auch immer wieder berührende menschliche Aspekte der Tragödie. Laut BBC hat sich jetzt eine Gruppe von Freiwilligen gemeldet, die helfen wollen, die eskalierende Lage im AKW unter Kontrolle zu bringen. Ein beeindruckendes Maß an Selbstlosigkeit.

7:50 Uhr Die Techniker am japanischen Unglücks-Atomkraftwerk Fukushima unternehmen weiterhin verzweifelte Versuche, die von einer Kernschmelze bedrohten Brennelemente zu kühlen. Aus Hubschraubern lassen sie nun kaltes Wasser auf die Reaktoren fallen. An den sehr hohen Strahlungswerten hat sich bislang aber nichts geändert. Im Tagesverlauf soll noch der Versuch unternommen werden, eine neue Stromleitung zum AKW zu legen, damit das Kühlsystem wieder ins Laufen kommt.

7 Uhr Die Zahl der offiziell registrierten Todesopfer nach der Naturkatastrophe in Japan steigt weiter. Binnen weniger Stunden korrigierte die Polizei ihre Angaben noch einmal deutlich nach oben und nannte 5198 Tote, wie der japanische Fernsehsender NHK am Donnerstagmittag (Ortszeit) berichtete. Am Morgen hatte die Zahl der bestätigten Opfer noch bei knapp 4400 gelegen. Mindestens 9000 Menschen gelten zudem noch als vermisst, wie der Sender weiter meldete. Stündlich schwinden die Chancen, in den vom Beben und den Riesenwellen verwüsteten Gebieten noch Menschen lebend zu retten. Mit den tausenden Toten erlebt Japan die größte nationale Katastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg, als zwei Atombomben das Land
trafen.

Mittwoch 17.03.2011

18 Uhr Die Situation in Japan spitzt sich immer weiter zu. Tage nach dem schlimmen Erdbeben und dem Tsunami wächst die Angst vor dem atomaren GAU. Experten vermuten mehr als 10.000 Tote. Mehrere Nachbeben haben unterdessen das Land erneut erschüttert.

Vor allem die Lage im japanischen Katastrophen-Atomkraftwerk Fukushima ist vollkommen außer Kontrolle. An zwei Reaktoren brach Feuer aus, in Block 3 ist möglicherweise die wichtige innere Reaktorhülle beschädigt. Die radioaktive Strahlung auf dem AKW-Gelände ist auf neue Rekordmarken geklettert.

16:20 Uhr Das Außenministerium in Berlin hat den Deutschen im Großraum Tokio-Yokohama geraten, die Region wegen der Atomkatastrophe in Japan zu verlassen. «Das Auswärtige Amt empfiehlt allen Deutschen aus der Region um die Atomkraftwerke Fukushima und dem Großraum Tokio-Yokohama, vorübergehend nach Osaka oder über Osaka ins Ausland auszuweichen», hieß es am Mittwoch auf der Internetseite des Ministeriums in einem nochmals verschärften Sicherheitshinweis.

13:16 Uhr Der Anti-Atomkraft-Aktivist Philip White vom Citizens Nuclear Information Center in Tokio hat die Leistung der Arbeiter im Atomkraftwerk Fukushima gewürdigt. Die 50 Arbeiter, die verzweifelt versuchen, den Austritt von Radioaktivität zu verhindern, setzten sich hohen Strahlendosen aus und riskierten ihr Leben, sagte White der britischen BBC.

11:20 Uhr Nach den Atomunfällen in Japan rechnet das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in keinem Fall mit bedenklichen Strahlenwerten in Deutschland. Die aus Japan kommende Radioaktivität werde hierzulande äußerst gering sein, sagte BfS-Präsident Wolfram König am Mittwoch.

10:31 Uhr Im weiteren Umfeld des Atomkraftwerks Fukushima Eins besteht nach japanischen Regierungsangaben keine unmittelbare Gefahr für die Gesundheit der Anwohner. Diese Angabe gelte für eine Entfernung von 20 bis 30 Kilometern um die Reaktoren, sagte der Regierungssprecher Yukio Edano am Mittwoch in Tokio.

10:16 Uhr Der Löscheinsatz mit Helikoptern über dem Reaktor 3 des havarierten Atomkraftwerks Fukushima Eins ist abgebrochen worden. Das berichtete der Fernsehsender NHK. Einen Grund nannte die Sprecherin zunächst nicht. Laut der Nachrichtenagentur Kyodo war es den Sicherheitsgruppen wegen der hohen Radioaktivität nicht möglich, Wasser von der Luft aus auf das Gebäude zu sprühen.

9:18 Uhr Die Lage im Katastrophen-Atomkraftwerk Fukushima Eins in Japan eskaliert weiter. Erneut brachen Feuer an zwei Reaktoren aus, die Strahlung stieg für kurze Zeit stark an. Ein weiterer Reaktorblock soll beschädigt sein. Die etwa 50 noch verbliebenen Arbeiter mussten sich am Mittwoch zeitweise aus dem Kraftwerk zurückziehen. Die Behörden registrierten an der Atomanlage zwischenzeitlich einen Strahlungshöchstwert von 1000 Millisievert, der aber schnell wieder absank.

7 Uhr Mindestens 1,6 Millionen Haushalte sind in Japan noch immer ohne fließend Wasser. 440.000 Menschen leben derzeit in Notunterkünften. Im Nordosten sind außerdem 850.000 Haushalte ohne Strom.

Ab wann wird Strahlung gefährlich?

Bei welcher Strahlendosis treten welche Symptome auf? Gemessen wird in "Sievert" (1000 Millisievert = 1 Sievert)

Dosis Symptome
Bis 1 Sievert Kopfschmerzen, erhöhtes Infektionsrisiko
Bis 2 Sievert 10 Prozent Todesfälle nach 30 Tagen. Übelkeit, Erbrechen und zeitweise Unfruchtbarkeit bei Männern
Bis 3 Sievert 35 Prozent Todesfälle nach 30 Tagen. Starke Übelkeit, Haarausfall am ganzen Körper, massiver Verlust weißer Blutkörperchen.
Bis 4 Sievert 50 Prozent Todesfälle nach 30 Tagen. Durchfall, Blutungen im Mund, in den Nieren und unter der Haut
Bis 6 Sievert 60 Prozent Todesfälle nach 30 Tagen. Bis zu 90 Prozent nach einem Jahr. Verstärkte Symptome, permanente Unfruchtbarkeit bei Frauen. Tod durch Infektionen und Blutungen nach zwei bis 12 Wochen
Bis 10 Sievert 100 Prozent Todesfälle nach 14 Tagen. Überleben ist nur durch intensivste medizinische Versorgung möglich. Zerstörung des Knochenmarks, schwere Schädigung des Magen- und Darmgewebes
Bis 20 Sievert 100 Prozent Todesfälle nach sieben Tagen. Die Symptome treten sofort auf: Es kommt zu Fieber, Koma und Tod. Kein Überleben möglich.
Bis 50 Sievert Koma innerhalb weniger Minuten, völliges Versagen des Nervensystems, Tod innerhalb von Stunden.

 

Angst vor Atom-GAU in Japan

Kernschmelze: Was ist das?

  • Was heißt Kernschmelze?

    Als Kernschmelze bezeichnet man einen schweren Unfall in einem Kernreaktor, bei dem sich die Brennstäbe im Reaktorkern übermäßig erhitzen, schmelzen und gegebenenfalls ineinanderlaufen. Die Kettenreaktion erfolgt dann „unkontrolliert“. Steht der Reaktordruckbehälter noch unter Druck, kann es bei der Reaktion mit Wasserdampf zu einer Explosion kommen. Dadurch können hochradioaktive Spaltprodukte nach außen dringen und sich in der Umgebung ausbreiten.

  • Wann kann es zu einer Kernschmelze kommen?

    Im ummantelten Brennstab befindet sich der Stoff, der gespalten wird - also Uran oder Plutonium. Zur Kernschmelze kann es kommen, wenn Kühl- und Sicherungssysteme ausfallen. Dies ist in Japan nach dem Erdbeben der Fall gewesen.

  • Wie gefährlich ist eine Kernschmelze?

    Eine Kernschmelze ist sehr gefährlich! Das hochradioaktive Material aus den Brennstäben könnte in das Grundwasser oder bei einer Explosion und Beschädigung des Reaktordruckgefäßes auch in die Atmosphäre gelangen. Das war beim Unglück von Tschernobyl der Fall.

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Besuch am AKW-Standort Brokdorf

Berichte aus Japan

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Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care, VR-Bank Schwalm-Eder, Kto 21 21 21, BLZ 520 626 01, Stichwort: "8320 Nothilfe Japan"

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