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Radio Hamburg

Katastrophe in Japan

Kernschmelze befürchtet

Behörden gehen davon aus, dass es in einem weiteren Reaktor zur Kernschmelze gekommen ist.

Tokio - Immer neue Probleme treten auf: Experten gehen davon aus, dass es im Reaktor 3 im Atomkraftwerk Fukushima zu einer teilweisen Kernschmelze gekommen ist. Dort ist wie in Reaktor 1 die Kühlung ausgefallen und das Kühlwasser mittlerweile stark verdampft.

Experten bemühen sich derzeit, die Reaktoren mit Meerwasser zu kühlen und kontrolliert radioaktiven Dampf abzulassen, um den Druck im Innern der Anlagen zu reduzieren. Diese Maßnahmen sind die letzte Chance, den atomaren Supergau noch zu vermeiden. 22 Menschen sind derzeit wegen radioaktiver Strahlenbelastung in Behandlung.

Die japanische Regierung hat auch für das Atomkraftwerk Onagawa den Notstand ausgerufen.

Unterdessen wird mit weiteren Erdbeben gerechnet.

Kühlsystem in drittem AKW ausgefallen

In einem dritten Atomkraftwerk in Japan das Kühlsystem ausgefallen. Laut Nachrichtenagentur Kyodo handelt sich um das AKW Tokai an der Ostküste südlich von Fukushima. Das Kühlsystem ist ausgefallen, weil eine Pumpe nicht mehr ordnungsgemäß funktioniert.

Die Bilder der Katastrophe in Japan

Angst vor Atom-GAU in Japan

Kernschmelze: Was ist das?

  • Was heißt Kernschmelze?

    Als Kernschmelze bezeichnet man einen schweren Unfall in einem Kernreaktor, bei dem sich die Brennstäbe im Reaktorkern übermäßig erhitzen, schmelzen und gegebenenfalls ineinanderlaufen. Die Kettenreaktion erfolgt dann „unkontrolliert“. Steht der Reaktordruckbehälter noch unter Druck, kann es bei der Reaktion mit Wasserdampf zu einer Explosion kommen. Dadurch können hochradioaktive Spaltprodukte nach außen dringen und sich in der Umgebung ausbreiten.

  • Wann kann es zu einer Kernschmelze kommen?

    Im ummantelten Brennstab befindet sich der Stoff, der gespalten wird - also Uran oder Plutonium. Zur Kernschmelze kann es kommen, wenn Kühl- und Sicherungssysteme ausfallen. Dies ist in Japan nach dem Erdbeben der Fall gewesen.

  • Wie gefährlich ist eine Kernschmelze?

    Eine Kernschmelze ist sehr gefährlich! Das hochradioaktive Material aus den Brennstäben könnte in das Grundwasser oder bei einer Explosion und Beschädigung des Reaktordruckgefäßes auch in die Atmosphäre gelangen. Das war beim Unglück von Tschernobyl der Fall.

Erhöhte Strahlung in Miyagi

In der nordöstlichen japanischen Provinz Miyagi haben Atomexperten eine 400 Mal höhere Radioaktivität als normal gemessen. Wissenschaftler vermuten, dass der Wind Radioaktivität aus der Provinz Fukushima herübergeweht hat. Auch um das AKW Onagawa ist eine erhöhte Radioaktivität festgestellt worden. Man geht davon aus, dass auch diese nicht von dem Reaktor stammt, sondern wetterbedingt von Fukushima herüberzieht. Für die Gesundheit der Menschen dort soll jedoch keine Gefahr bestehen.

Zahl der Todesopfer steigt weiter

Nach dem verheerenden Erdbeben und dem anschließenden Tsunami wird erwartet, dass die Zahl der Todesopfer noch weiter steigen wird - allein in der Ortschaft Minamisanriku werden 9.500 Menschen vermisst - das ist jeder zweite Bewohner der Stadt.

Vulkan im Südwesten ausgebrochen

Eine weitere Katastrophe bahnt sich im Südwesten Japans an. Dort ist ein Vulkan ausgebrochen und dieser schleudert Asche und Gestein in die Luft. Welche Auswirkungen das hat, ist noch ungewiss. Der Vulkan ist zuletzt vor über 50 Jahren aktiv gewesen.

Stromausfälle drohen

Im ganzen Land drohen nach dem schweren Erdbeben und den Schäden an den Atomanlagen im Nordosten des Landes massive Engpässe in der Stromversorgung. Um große Blackouts zu vermeiden, planen die Stromkonzerne, Energie zu rationieren. Die Maßnahme müsse wohl mehrere Wochen angewendet werden, sagten Regierungsbeamte.

 

Sicherheit deutscher AKW prüfen

Am Abend haben sich in Berlin Bundeskanzlerin Merkel, Außenminister Westerwelle und Bundesumweltminister Röttgen zu einem Krisentreffen zusammengefunden. Merkel kündigt an, deutsche Atomkraftwerke auf ihre Sicherheit überprüfen zu wollen.

Sie wollen helfen?

Sie wollen spenden und den Betroffenen in Japan nach dem schweren Erdbeben helfen? Beim Deutschen Roten Kreuz oder unter helpdirect.org finden Sie eine Übersicht, wie und wo Sie am besten spenden können.