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Radio Hamburg

Krieg in Libyen

Jets gegen Gaddafi

Nachdem Panzer von der Luftwaffe zerstört wurden, will Gaddafi jetzt nach Bengasi marschieren lassen.

Tripolis - Nachdem seine Panzer auf dem Weg nach Bengasi von der französischen Luftwaffe zerstört wurden, will der libysche Staatschef Muammar al-Gaddafi nun Tausende seiner Anhänger dort hinmarschieren lassen. Die staatliche Nachrichtenagentur Jana meldet in der Nacht zum Montag (21.03.2011), Gaddafi habe sich mit Mitgliedern eines Volkskomitees getroffen, um diesen "grünen Marsch" nach Bengasi zu organisieren.
Die "Demonstranten", zu denen Abgeordnete der verschiedenen Stämme des Landes gehören sollten, würden sich "mit Olivenzweigen in der Hand" in friedlicher Absicht auf dem Weg in die Stadt im Osten machen, hieß es. Sie würden jedoch von bewaffneten Bürgern begleitet, da die andere Seite ebenfalls bewaffnet sei. Ziel dieser Demonstration sei es, die Pläne der Ausländer zu durchkreuzen, die Libyen zersplittern und ausplündern wollten. Bengasi ist die größte Stadt, die von den Aufständischen kontrolliert wird.

Gaddafi kündigt langen Krieg an

Nach Angaben des US- Militärs ist die erste Angriffswelle auf die Stellungen von Libyens Diktator Gaddafi erfolgreich gewesen. Große Teile der libyschen Flugabwehr sind zerstört worden. Derweil hat Gaddafi in einer Fernsehansprache einen "langen und ruhmreichen Krieg" gegen die westliche Koalition angekündigt und will nach eigenen Angaben Waffen an eine Million Bürger verteilen. In einer Audio-Botschaft im staatlichen libyschen Fernsehen kündigte er an: "Alle Libyer sind nun bewaffnet. Wir werden gegen euch kämpfen, wenn ihr eure Angriffe fortsetzt. Dies ist nun eine Konfrontation des libyschen Volkes mit Frankreich, Großbritannien und den USA, mit den neuen Nazis." Libyen bereite sich auf einen langen Krieg vor. "Ihr werdet verlieren, so wie in Somalia, im Irak und in Afghanistan. Sogar der schwache bin Laden konnte den Westen besiegen. Ich bin froh, diese Revolution anführen zu können", wendet er sich an die westliche Allianz.

Die USA und Großbritannien starteten Samstag (19.03.2011) von Kriegsschiffen und U-Booten aus Raketenangriffe auf militärische Ziele des Regimes von Machthaber Muammar al-Gaddafi. Französische Jets sind über der Rebellen-Hochburg Bengasi unterwegs und zerstören libysche Panzer.

 

Sizilien logistisches Zentrum der Operation

Nach einem Bericht des Fernsehsenders Al-Arabya sind auch italienische Flugzeuge am Lufteinsatz beteiligt und zu Überwachungsflügen aufgebrochen. Sizilien ist offenbar das logistische Zentrum der Operation. Die Liste der involvierten Länder wird währenddessen immer länger: Neben Frankreich, Großbritannien, Kanada und den USA werden sich auch Belgien, die Niederlande, Dänemark und Norwegen an der Militäraktion in Libyen beteiligen. Aus dem arabischen Raum soll Diplomatenkreisen zufolge Katar bereit sein, einen Beitrag zur Militäraktion zu leisten.

Unter anderem Russland distanzierte sich dagegen von den Angriffen auf das nordafrikanische Land. "Wir bedauern diesen bewaffneten Einsatz im Rahmen der UN-Resolution 1973, die in Eile beschlossen wurde", teilte das Außenministerium in Moskau mit.

Deutsche Soldaten beteiligen sich bekanntlich nicht an der Operation in Libyen. 65 Prozent der Bundesbürger befürworten diese Entscheidung von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Außenminister Guido Westerwelle laut einer Emnid-Umfrage im Auftrag von "Bild am Sonntag". Eine Mehrheit der Deutschen befürwortet aber grundsätzlich den Militäreinsatz gegen Muammar al-Gaddafi: 62 Prozent der Befragten an, dass sie eine Intervention für richtig halten. 31 Prozent sind dagegen.

Westerwelle verteidigte Sonntag (20.03.2011) noch einmal die Entscheidung: "Deutschland steht mit dieser Haltung nicht alleine in Europa", so der Außenminister und Vizekanzler. Es gebe eine Reihe von Partnerländern, auch in der Europäischen Union, die die deutsche Position teilen würden und die ebenso Bedenken gegen eine Beteiligung an einem Militäreinsatz hegen würden. Als Beispiel nennt Westerwelle das Nachbarland Polen. Außerdem bekräftigt der Minister das Angebot der Bundesregierung, die Nato an anderer Stelle entlasten zu wollen und dabei auch eine Ausweitung des deutschen Afghanistan-Einsatzes zu prüfen. Eine Möglichkeit sei dabei eine deutsche Beteiligung am Awacs-Einsatz am Hindukusch. Eine Entscheidung dazu sei aber noch nicht gefallen.