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Radio Hamburg

Auge um Auge...

Säure-Aktion verschoben

Die Vergeltungsaktion von Ameneh Bahrami im Iran ist auf unbestimmte Zeit verschoben worden.

Es ist eine der schlimmsten Vorstellungen: man wird gebrandmarkt, das Gesicht wird bis zur Unkenntlichkeit verletzt. Was wir normalerweise aus Horrorfilmen kennen ist für Ameneh Bahrami schreckliche Realität geworden. Jetzt kann und darf sie Rache an ihrem Peiniger nehmen. Dem Mann, der sie so grausam entstellt hat - ihr Gesicht mit Schwefelsäure verätzt hat. Ein damaliger Verehrer und Mitstudent Bahramis, Madschid Mowahedi, hatte die Frau im November 2004 Schwefelsäure ins Gesicht geschüttet. Grund war ihre Zurückweisung seiner Gefühle. Trotz mehrerer Operationen in Spanien, dort lebt Bahrami momentan, ist sie auf beiden Augen blind.

Langersehnte Rache

"Das wird für mich nicht nur eine Genugtuung für all das Leid, das mir angetan wurde, sondern auch eine Initiative, um Täter vor solchen Aktionen abzuschrecken", sagte die 32-Jährige in einer Presseerklärung, die die Nachrichtenagentur ISNA am Freitag verbreitete. Laut islamischen Gesetzen gibt es das "Auge um Auge"-Prinzip, das dem Opfer erlaubt, dem Täter das gleiche Leiden zuzufügen. Nach dem Gerichtsurteil darf sie dem Mann, der wegen der Tat eine Gefängnisstrafe absitzt, mit einer Pipette Säure in die Augen träufeln. Der Mann soll dafür betäubt werden. Offen ist, ob sie das selbst ausführen oder - wegen ihrer Blindheit - ein Familienmitglied die Blendung übernehmen soll. Nach Angaben des mvg-Verlags in München möchte die Frau es aber selbst tun. In dem Verlag ist die Geschichte Ameneh Bahramis erschienen.

Zunächst einmal wurde die Vergeltungsaktion aber nun auf unbestimmte Zeit verschoben. Das berichtete die iranische Nachrichtenagentur ISNA Samstag (14.05.2011) unter Berufung auf Justizkreise. Ob und wann die
Blendung nun stattfindet, wurde nicht bekannt.