Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Strauss-Kahn Affäre

Sperma-Spuren untersucht

Dominique Strauss-Kahn

Dominique Strauss-Kahn vor dem New Yorker Gericht, bevor er in den Hausarrest entlassen wurde.

Das auf dem Kleid des angeblich von Dominique Strauss-Kahn angegriffenen Zimmermädchens gefundene Sperma stammt tatsächlich von ihm.

New York - Das habe der Abgleich der DNA des Franzosen mit den Spuren auf der Uniform des Zimmermädchens ergeben, wie der New Yorker Sender NBC und das "Wall Street Journal" am Montagabend (23.05.2011) übereinstimmend
berichten. Beide stützen sich dabei auf Angaben von Ermittlern. Die Anwälte des Franzosen verweigerten zunächst einen Kommentar. Das 32 Jahre alte Zimmermädchen hatte Strauss-Kahn beschuldigt, sie am Samstag (14.05.2011) vorvergangener Woche angegriffen und zum Oralsex gezwungen zu haben. Das Sperma des 62-Jährigen habe sie ausgespuckt.

Strauss-Kahn bereit für einen langen Kampf

Die Polizei fand später Spuren auf dem Teppich der Hotelsuite und an der Uniform der Frau. Es wird erwartet, dass Strauss-Kahns Anwälte vor Gericht zwar den Sexualverkehr bestätigen, ihn aber als einvernehmlich darstellen werden. Sie durchforsten derweil das Vorleben der 32-Jährigen, die erst vor wenigen Jahren aus dem westafrikanischen Guinea in die USA gekommen war. Wenn sie für Aufenthaltserlaubnis oder Sozialwohnung gelogen hat, könnte das ihre Glaubwürdigkeit erschüttern. Strauss-Kahn sei bereit für einen langen Kampf, sagte einer seiner Anwälte.
Zuvor war ein Schreiben Strauss-Kahns an die Mitarbeiter des Internationalen Währungsfonds bekanntgeworden. Darin hatte er sich verbittert gezeigt und die Vorwürfe der versuchten Vergewaltigung scharf zurückgewiesen. "Ich bestreite in der am stärksten möglichen Form die Anschuldigungen, denen ich mich jetzt gegenübersehe. ... Ich bin zuversichtlich, dass die Wahrheit ans Licht kommen wird und ich entlastet werde." Die Mitteilung falle ihm "so schwer wie kaum eine andere" in seinem Leben, schrieb der Franzose und drückte seine "tiefe Trauer und Enttäuschung, Sie unter solchen Umständen verlassen zu müssen", aus.

Inzwischen steht der ehemalige Wirtschafts- und Finanzminister (1997 bis 1999) unter Hausarrest, muss eine elektronische Fußfessel tragen und wird wegen Fluchtgefahr rund um die Uhr von bewaffneten Sicherheitsbeamten überwacht. Das kostet im Monat 200.000 Dollar - zu zahlen vom Angeklagten. (dpa)