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Radio Hamburg

Neonazi-Mordserie

Ermittler warten auf Geständnis

Neonazi-Mordserie

Mit einem Bekennervideo feierten die rechtsextremistischen Terroristen aus Zwickau ihre Verbrechen.

Die Bundesanwaltschaft könnte bei ihren Ermittlungen zu der Neonazi-Mordserie deutliche Fortschritte machen.

Berlin - Womöglich kommen die Anti-Terror-Ermittlungen nach der Neonazi-Mordserie voran. Das mutmaßliche Mitglied der Zwickauer Terrorzelle, Beate Zschäpe, will nach Informationen der "Stuttgarter Nachrichten" eine umfassende Aussage machen. "Sie will auspacken und berät sich deshalb mit ihrem Anwalt", zitierte das Blatt einen Beamten aus Ermittlerkreisen.

Zschäpe gehörte laut Bundesanwaltschaft gemeinsam mit ihren inzwischen toten Komplizen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos zur Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund". Die Gruppe soll für Morde an neun Geschäftsleuten türkischer und griechischer Abstammung sowie an einer Polizistin in Heilbronn verantwortlich sein.

Anzahl der Helfer ist unklar

Offen ist, wie viele Helfer das zuletzt in Zwickau lebende Trio hatte. Ein Mann in Niedersachsen wurde bereits festgenommen. Nach einem ARD-Bericht hatte das Trio auch einen Unterstützer in Sachsen - ebenfalls einen Neonazi, der für die Verdächtigen in Zwickau Wohnungen angemietet haben soll. Mitglieder des parlamentarischen Gremiums zur Kontrolle der Geheimdienste hatten am Dienstag nach einer Sitzung in Berlin deutlich gemacht, dass sich die Zwickauer Terror-Zelle womöglich auf weit mehr Helfer stützen konnte als bisher bekannt. Nach Informationen der "Berliner Zeitung" haben die Fahnder etwa eine Handvoll Verdächtiger im Visier.

Zentralregister für Neonazis

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) will gefährliche Neonazis in einem neuen Zentralregister erfassen. In dieser Datei sollten "Daten über gewaltbereite Rechtsextremisten und politisch rechts motivierte Gewalttaten zusammengeführt werden", sagte er. Die neue Neonazi-Datei solle ähnlich wie eine bereits bestehende Datensammlung über gefährliche Islamisten aufgebaut und von Verfassungsschutzämtern und Polizeibehörden in Bund und Ländern gespeist werden.

Wegen möglicher Verstrickungen stellen Koalition und Opposition V-Leute des Verfassungsschutzes in der rechtsextremen Szene immer stärker infrage. Zudem wird weiter kontrovers über einen neuen Anlauf für ein NPD-Verbotsverfahren diskutiert, den Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) prüfen will. Der Innenexperte der Unionsfraktion, Hans-Peter Uhl (CSU), wandte sich dagegen. "Es gibt kein besseres Signal für die Demokratie, als bei jedem Wahlsonntag zu zeigen, dass sich die Deutschen von der NPD abwenden", sagte er der Nachrichtenagentur dpa. "Das ist der edlere Weg." Uhl weiter: "Wer die NPD nicht verbieten will, muss sie beobachten." Dazu zähle auch weiter das Instrument der V-Leute des Verfassungsschutzes.

(dpa)