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Radio Hamburg

Tod durch gepanschten Alkohol

Angeklagte zu hohen Haftstrafen verurteilt

In der türkischen Stadt Kemer waren um März 2009 drei Jugendliche an gepanschtem Alkohol gestorben. Nun ist das Urteil gefallen. 

Antalya - Im März 2009 sind drei Schüler aus Lübeck an einem Giftcocktail in einem türkischen Hotel gestorben. Am Freitag (11.11.2011) fiel das Urteil gegen die 13 Angeklagten. Der Prozess zog sich durch etliche Vertagungen schon seit zwei Jahren hin.

Alkohol gepanscht mit Methanol

Den zwei Hauptangeklagten wird vorgeworfen, vorsätzlich Schnaps mit hochgiftigem Methylalkohol (Methanol) gepanscht und anschließend an die Jugendlichen serviert zu haben. Die Opfer dachten, es handele sich bei den Getränken um Wodka.

Überlebende leiden an Sehstörungen

Die Jugendlichen befanden sich auf einer Klassenreise in der türkischen Stadt Kemer. Mehrere Mitschüler, die ebenfalls von dem gepanschten Alkohol getrunken hatten und überlebten, sollen bis heute an Sehstörungen leiden. Dies erklärte der deutsche Anwalt Frank-Eckhard Brand, der die Opfer neben der türkischen Anwältin Deniz Yildirim in Antalya vertritt.

60 Jahre Haftstrafe

Die beiden Hauptangeklagten, zwei Getränkelieferanten, erhielten eine Haftstrafe von insgesamt 60 Jahren. Die Brüder wurden wegen vorsätzlicher Körperverletzung in vier und vorsätzlichen Totschlags in drei Fällen für schuldig gesprochen.

Der Restaurantchef des Hotels und der Einkaufsmanager wurden wegen fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässigen Totschlags zu je insgesamt fünf Jahren verurteilt.

Neun Angeklagte freigesprochen

Das Gericht sprach neun Angeklagte, darunter die Ehefrauen der beiden Getränkelieferanten frei.

Die Anwälte der Verurteilten beabsichtigen in Revision zu gehen, aber auch die Nebenklage, die die Opfer vertritt denkt über diesen Schritt nach.