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Radio Hamburg

Austausch gegen 1.000 palästinensische Häftlinge

Gilad Schalit zurück in Israel

Gilad Schalit, Gefangenenaustausch, Istrael, Ägypten

Ehud Barak, Benjamin Netanyahu und Gilad Schalit (links).

Nach fünf Jahren ist Gilad Schalit zurück in Israel. Der Soldat wird gegen gut 1.000 palästinensische Häftlinge ausgetauscht.

Tel Aviv/Kerem Schalom - Nach seiner Freilassung aus der Hand der Hamas hat der israelische Soldat Gilad Schalit am Dienstag erstmals seit mehr als fünf Jahren mit seinen Eltern telefoniert. Das israelische Fernsehen meldete, der 25-Jährige habe von einem Militärstützpunkt an der Grenze zu Ägypten aus mit ihnen gesprochen. Das Fernsehen zeigte erste Bilder von Schalit nach seiner Rückkehr nach Israel. Ein israelischer Soldat ging neben ihm und legte seinen Arm um den jungen Mann. Schalit lächelte, wirkte aber scheu. Er wurde den Angaben zufolge ärztlich untersucht. Man habe seinen Blutdruck gemessen und gefragt, ob er verletzt sei oder Schmerzen habe. Auf den Bildern sah Schalit sehr hager aus; er hatte dunkle Augenringe.

Die Armee hat ihm wegen seiner langen Geiselhaft den Status eines Kriegsinvaliden verliehen. Er muss nie wieder dienen. Nach der ärztlichen Untersuchung sollte Schalit mit einem Hubschrauber zu einem Treffen mit seinen Eltern geflogen werden. Die radikalislamische Hamas hatte den im Juni 2006 entführten Schalit im Gazastreifen festgehalten.

Immer an Freilassung geglaubt

Während seiner Gefangenschaft im Gazastreifen hat Schalit immer an seine Freilassung geglaubt. Das sagte er in einem Interview des ägyptischen Staatsfernsehens am Dienstag nach seiner Freilassung. Schalit, der sichtlich aufgeregt war, erklärte, er sei bei guter Gesundheit. Vor einer Woche habe er erfahren, dass er freigelassen werden solle. "Ich glaube, die Ägypter waren in ihrer Vermittlung erfolgreich, weil sie sowohl zur Hamas als auch zu Israel gute Beziehungen haben", sagte er.

"Habe meine Familie und Freunde vermisst"

Auf die Frage der Reporterin, auf was er sich am meisten freue, antwortete er: "Natürlich habe ich meine Familie am meisten vermisst, aber auch meine Freunde." Er habe Menschen vermisst, mit denen er über seine Zeit in Gefangenschaft habe sprechen können. Schalit äußerte die Hoffnung, dass die Vereinbarung über den Gefangenenaustausch helfen werde, Frieden zwischen Israel und den Palästinensern zu bringen. Es würde ihn mit großer Freude erfüllen, wenn auch die rund 4.000 palästinensischen Insassen in israelischen Gefängnissen frei kämen und zurück zu ihren Familien könnten. (dpa)