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Radio Hamburg

Bangkok

Schwere Überschwemmungen in Thailand

Thailand Überschwemmung

Auf diesem Foto ist deutlich die Schwere der Überflutung zu erkennen. Tausende mussten bereits aus ihren Häusern fliehen.

Monatelange schwere Regenfälle haben in weiten Teilen Thailands zu schweren Überschwemmungen geführt.

Bangkok - Nach schweren Unwettern in Thailand bedrohen die Wassermassen jetzt auch die Millionenmetropole Bangkok. Die Behörden versuchen, in der Hauptstadt des südostasiatischen Staates eine Flutkatastrophe zu verhindern. 700 000 Sandsäcke würden benötigt, um die Bevölkerung vor Überschwemmungen zu schützen, sagte Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra nach Angaben der Zeitung „Bangkok Post“ vom Montag (10.10.2011).

Norden und Osten besonders gefährdet

Die Behörden befürchten, dass in wenigen Tagen Flutwasser aus dem Norden die Hauptstadt erreichen wird und der Chao-Praya Fluß dann über seine Ufer tritt. Besonders gefährdet seien vor allem Viertel im Norden und Osten der Millionenstadt. Sie liegen oft nur zwei Meter über dem Meeresspiegel. Man werde die Situation mindestens bis Donnerstag genau beobachten, sagte Yingluck. Vorsorglich seien bereits 80 Evakuierungszentren für insgesamt bis zu 10 000 Menschen eingerichtet worden, hieß es. Allerdings leben im Großraum Bangkok offiziell etwa zwölf Millionen Menschen.

Evakuierungen und Überschwemmungen am Wochenende 

Schon am Wochenende verursachten starke Regenfälle Überschwemmungen in Bangkoks Straßen. An den Ufern des Chao-Praya standen Häuser und viele der beliebten Ufer-Restaurants sowie auch das Unesco-Weltkulturerbe in der antiken Stadt Ayutthaya, etwa 90 Kilometer nördlich von Bangkok, unter Wasser. Hunderte Patienten mussten aus den Krankenhäusern der Stadt evakuiert werden. Industriegebiete nahe der alten Hauptstadt des Königreichs Siam sind ebenfalls überflutet. Ayutthaya ist eine wichtige Produktionsstätte für viele ausländische Firmen, vor allem der Automobilindustrie. Weitere Regenfälle könnten die Situation noch verschlimmern, sagte der Gouverneur der Hauptstadt, Sukhumbhand Paribatra, im thailändischen Fernsehen. Auch die Kanäle Bangkoks stoßen bereits an die Grenzen ihrer Aufnahmefähigkeit, hieß es weiter.

Tote, Vertriebene und ein Sachschaden in Milliardenhöhe

Infolge der heftigen Regenfälle sind in Thailand bislang mehr als 260 Menschen ums Leben gekommen. Tausende mussten aus ihren Häusern fliehen. Nach Behördenangaben sind seit Ende Juli mehr als 2,3 Millionen Menschen in 30 der 77 Provinzen Thailands von Überschwemmungen betroffen gewesen. Der Sachschaden belaufe sich auf mehr als 3,5 Milliarden Dollar (2,6 Milliarden Euro).

Schlimmste Überflutung seit 1995

Das Land erlebe die schlimmsten Überflutungen seit 1995. Auch die Nachbarländer Kambodscha, Laos, Birma und Vietnam leiden unter den heftigen Regenfällen. Allein in Kambodscha sollen bisher mindestens 150 Menschen ums Leben gekommen sein.

(dpa)