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Radio Hamburg

Großer Krater durch Teleskop möglich

Deutscher Satellit „Rosat“ stürzt auf die Erde

DLR Rosat Satellit

30 Trümmerteile des Satelliten "Rosat" werden auf die Erde fallen.

Der deutsche Satellit „Rosat“ soll neuesten Berechnungen zufolge am Wochenende auf die Erde stürzen. Möglicherweise ist auch Deutschland betroffen.

Köln - Der Röntgensatellit „Rosat“ wird vermutlich dieses Wochenende (22./23.10.2011) beim Eintritt in die Erdatmosphäre verglühen. Allerdings nicht vollständig, denn Experten rechnen damit, dass bis zu 30 Trümmerteile auf die Erde fallen werden.

Kraterbildung ist möglich

Ein Problem stellt dabei das Röntgenteleskop dar,das aus einem sehr hitzebeständigen Fragment (Keramikglas Zerodur) besteht. Mit einem Gewicht von 1,6 Tonnen würde es bei einem Aufschlag auf der Erde einen Krater von mehreren Metern Durchmesser erzeugen.

Wo schlägt "Rosat" auf?

„Rosat“ hat kein Triebwerk an Bord, wodurch keine Möglichkeit besteht, seine Umlaufbahn zu ändern oder ihn gezielt zum Absturz zu bringen. Aufgrund seiner Bahnneigung kann man sagen, dass der Sturz auf die Erde zwischen 53 Grad südlicher und 53 Grad nördlicher Breite stattfindet. Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen sind somit nicht gefährdet. Auch für Menschen besteht nur ein äußerst geringes Risiko. Die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwo auf der Welt ein Mensch getroffen wird, liegt bei 1 zu 2.000. Die Chance, dass überhaupt ein Trümmerteil Deutschland trifft, liegt laut dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt bei einer Chance von eins zu 580. Das US-Weltraumüberwachungssystem SSN will dem DLR den Absturzort des Satelliten sofort mitteilen.

1990 startete „Rosat“ ins All, um den Himmel mit einem Teleskop auf Röntgenstrahlenquellen abzusuchen. Bis heute lieferte der Satellit die genauste Vermessung des gesamten Röntgenhimmels. Nach über zehn Jahren Missionszeit, wurde er stark beschädigt. Grund dafür war der Ausfall eines Sternensensors, wodurch die Lagerregelung versagte und die Elektronik überhitzte. „Rosat“ wurde abgeschaltet und kreist seitdem ungesteuert um die Erde.