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Radio Hamburg

Spengstoffleger bei Ikea

Verdächtige festgenommen

IKEA Phantombild

Mit diesem Phantombild hatte die Polizei im Juni 2011 nach einem Verdächtigen gesucht.

In Polen sind nun zwei Verdächtige festgenommen worden, die für die Sprengstoffangriffe auf Ikea-Fillialen verantwortlich sein sollen.

Polen - Die polnische Polizei hat zwei Männer festgenommen, die Anschläge auf Ikea-Filialen verübt haben sollen.
Monatelang sollen sie Angestellte und Kunden der Möbelhauskette Ikea in mehreren Ländern erpresst haben. Dabei sei es um ein Lösegeld in Höhe von bis zu 6 Millionen Euro gegangen.

Die Verdächtigen stammen aus Polen

Die Polizei bezeichnet die beiden Männer als Adam K. und Nikolai G: "Die beiden Verdächtigen sind 39 Jahre alt und stammen aus Polen", sagte ein Polizeisprecher.
Einer der beiden mutmaßlichen Täter soll Manager sein, mehrere Fremdsprachen sprechen und wissen, wie ein großer Konzern funktioniere. Der andere sei wegen Drogenhandels vorbestraft.

"Die Zeit drängte"

Sie sollen für die von Mai bis September in mehreren Ikea-Filialen in ganz Europa verübten Sprengstoffanschläge verantwortlich sein. Laut Polizei seien die Anschläge immer heftiger geworden. Es hätten auch Menschen getötet werden können. "Die Zeit drängte", so Polizeisprecher Mariusz Sokolowski.
Derzeit soll es keine Hinweise auf weitere Mittäter geben.

Bei der Explosion eines Sprengkörpers in einer Dresdner Filiale im Juni 2011 sind zwei Menschen leicht verletzt worden.