Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Blutige Ausschreitungen

Südafrika entsetzt: Aus Streik entwickelt sich Blutbad

Pretoria, 18.08.2012
Karte Südafrika

In der Nähe von Pretoria sind bei einem Streik 44 Menschen ums Leben gekommen.

In Südafrika entwickelt sich die schlimmste Krise seit dem Ende der Apartheid. Bei einem Streik in einer Platinmiene werden 44 Menschen getötet, 78 weitere verletzt.

Eskalierter Streit um Lohnerhöhungen: Bei den schweren Ausschreitungen in einer südafrikanischen Platinmine wurden 44 Menschen getötet. Schon seit über einer Woche hatte es Aufstände und Auseinandersetzungen zwischen Arbeitern und der Polizei gegeben. Seit vergangenem Freitag (10.08) hatten die Kumpel einer Platinmiene die Arbeit niedergelegt, am Donnerstag (16.08.) eskalierte dann die Situation. Lange Zeit war nicht klar, ob die Polizei oder die Demonstranten das Feuer eröffnet hatten. Polizeichefin Riah Phiyega gab am Freitag bekannt, dass die Beamten keine Wahl gehabt hätten. Sie hätten sich gegen die mit Schusswaffen und Macheten bewaffneten Bergmänner wehren müssen. "Eine militante Gruppe ist schießend auf die Polizisten zugestürmt, die sich daraufhin zurückgezogen haben. Aber sie waren gezwungen, mit aller Härte zurückzuschlagen, um sich zu verteidigen.“

Ehefrauen suchen verzweifelt nach Bergarbeitern

Am Tag nach dem "Massaker“ wie einige südafrikanischen Zeitungen titeln, spielten sich auf dem Gelände des 100 Kilometer westlich von Pretoria gelegenen Bergwerks bewegende Szenen ab. Viele Kumpel wurden immer noch vermisst. Verzweifelt versuchten die Ehefrauen der Bergarbeiter Informationen über den Verbleib ihrer Männer zu erhalten.

Präsident Zuma bricht Staatsbesuch ab

Präsident Jacob Zuma brach nach den blutigen Ausschreitungen einen Staatsbesuch in Mosambik ab und ließ am Freitagabend (17.08) vor Medienvertretern er werde eine Kommission einrichten, die die Geschehnisse untersuchen soll. "Wir müssen der Wahrheit auf den Grund gehen“, betonte er. "Wir wissen nicht, wo diese Gewalt herkommt, und wir müssen uns damit befassen.“ Er werde alles tun, damit Südafrika ein friedliches, stabiles und produktives Land bleibe, das den Fokus auf die Verbesserung der Lebensqualität aller Bürger legt. Zuma hatte zuvor bereits zum Ende der „sinnlosen Gewalt“ aufgerufen und sich "geschockt und bestürzt“ über die Geschehnisse gezeigt.

(dpa/mst)