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Radio Hamburg

Ohio

Schüler tötet Mitschüler

Ein Teenager hat am Montag in einer US-High School in Chardon (Ohio) das Feuer auf Mitschüler eröffnet.

Ohio, 28.02.2012

Nach einer Schießerei in einer US-Highschool in Chardon (Bundesstaat Ohio) hat es am Montag ein Todesopfer gegeben, drei weitere Jungen und ein Mädchen wurden angeschossen, wie der örtliche Polizeichef Timothy McKenna sagte. Zwei der Verletzten befänden sich in kritischem Zustand.

Ein Teenager hat am Montag in einer US-High School in Chardon (Ohio) das Feuer auf Mitschüler eröffnet. Er habe vor Unterrichtsbeginn in der Cafeteria der High School zu schießen begonnen. Die Verletzten seien in verschiedenen Räumen gefunden wurden, meldete die Lokalsender WKYC. Der Täter sei kurz darauf auf der Flucht festgenommen worden.

Die Schule vor den Toren Clevelands wurde evakuiert. Die Polizei machte keine näheren Angaben zu dem Schützen. Auch über das Motiv wurde zunächst nichts bekannt. Der Vorfall löste nach Berichten örtlicher Medien in der Kleinstadt zeitweise Panik aus. Viele Eltern seien zur Schule geeilt, um ihre Kinder in Sicherheit zu bringen. Sie mussten aber vor den Absperrungen der Polizei warten: Ein Spezialteam des FBI hatte das Gebäude gesichert. Die Schüler wurden in eine Grundschule in der Nähe gebracht.

Erinnerungen an Columbine

Dem WKYC-Bericht zufolge wurde der Täter von einem Lehrer verfolgt und stellte sich dann freiwillig. Die Verwundeten seien derweil zu einem Supermarktparkplatz gebracht worden, wo sie von Rettungshubschraubern abgeholt worden seien.
Die Umstände erinnerten an die Geschehnisse in der Columbine High School in Littleton (Colorado), wo 1999 zwei mit Gewehren bewaffnete Schüler zwölf Mitschüler, einen Lehrer und sich selbst erschossen hatten. In Chardon brachte die Polizei die Situation schnell unter Kontrolle.